17.-18.04.2010. DIE FAHRT NACH DÜSSELDORF

Am Samstag gegen halb elf brach CK mit dem Norddeich-Mole nach Düsseldorf auf. Lesen wie Dösen ließen die Fahrzeit schnell vorübergehen und so landete der Luxemburg seit nunmehr 4-5 Jahren Abstinenz gegen 14 Uhr seit langer Zeit mal wieder in der Rheinmetropole mit der längsten Theke der Welt. Zu Fuß begab er sich ins AO-Hostel, wo er in ein Einzelzimmer mit Dusche und WC eincheckte.

Den Nachmittag nutzte der Luxemburger zum Einkauf neuer Kleider in der Galeria Kaufhof. Er wollte sich schon länger neue Hemden und Hosen besorgen und wieso dies nicht im Ausland tun? Schließlich hatte er noch genug Zeit bis zum Sturm der Altstadt. Gesagt, getan. Ca. 450 Euro kostete der Spaß, bezahlt wurde mit Kreditkarte. Die neuen Kleider brachte CK nun erstmal in sein Hotelzimmer, wo er sich die Sportschau ansah und eine Dusche nahm.

Gegen acht Uhr begab sich unser Protagonist zu Fuß in die Altstadt, wo er gegen neun im Rialto, einem italienischen Restaurant in der Mertensgasse, einkehrte. Dort waren bereits genug Gäste anwesend und es dauerte länger bis die Bestellung aufgenommen werden konnte. Aber CK hatte Geduld. Es gab leckere Spaghetti Carbonara und gleich die ersten beiden Alt. Als er nach dem Abendessen ordentlich Trinkgeld gab, war die Bedienung, ein freundlicher junger Mann, sichtlich erfreut und überrascht. So schlug er CK vor, demselben noch einen Espresso auszugeben, weil er doch so lange auf sein Essen warten musste. Der Luxemburger nahm dankbar an.

Nach dem Essen gab es einen kleinen Verdauungsspaziergang zum Rhein. Martin aus Basel meldete sich nun per SMS. Der Schweizer war zusammen mit seinem Freund Carlos an diesem Tag ebenfalls nach Düsseldorf aufgebrochen. Leider verreckte ihre Karre gleich nach der Ankunft an ihrem Hotel und der Wagen musste in die Werkstatt. Die eigentlich geplante Zugfahrt zwecks Hopperpunkt (Leverkusen II-1.FC Saarbrücken) in die Kölner Südstadt nachmittags fiel somit aus. Jetzt waren sie im Oberbayern beim „Frustsaufen“. CK begab sich dorthin um die sympathischen Schweizer endlich mal wieder zu treffen. Nicht nur die Basler waren dort am Abfeiern, sondern auch die "Schlagerfaschisten" um Lippstädter und Oberlandler. Steffen gab CK gleich mal ein Bier aus und sie unterhielten sich kurz über Politik. Steffen schlug dabei vor, einen Artikel über die FDP für LfL zu schreiben, woraufhin ihm der Luxemburger Schreibrechte versprach. Martin und Carlos hingegen wollten vor allem über Fussball reden. Wobei Reden im Oberbayern eher schwerlich ging, dafür war die Musik zu laut.

Martin und CK brachen später in die Zwiebel auf, Carlos begab sich auf eigene Faust in andere Teile der legendären Altstadt. In der Zwiebel war die Musik etwas weniger laut, es gab auch dort gutes Altbier und die beiden kamen noch kurz mit einem St.Paulifan ins Gespräch, dem sie den Aufstieg natürlich viel lieber wünschten als dem unsäglichen FC Augsburg. Nach der Zwiebel ging es zum Auberge vor dem etliche Löwenfans bereits anzutreffen waren. Eine Gruppe Polizisten bewachte die Fussballfans. Etliche bekannte Gesichter waren hier zugegen: ISF, Blue Maverick, der Bomber, Petra und Weißwuaschd, Clarence, Kraiburger und auch der Zahlenlöwe. Mit letzterem unterhielten sich CK und Martin noch länger über die Lage beim TSV 1860 und auch über Politik. Zweimal kam es auch irgendwie fast zu nem Scharmützel zwischen einigen Löwenfans und der Polizei. Andi und CK brachten sich jeweils schnell in Sicherheit, indem sie ein paar Meter davonliefen. Eine richtige Entscheidung, denn es gab eine ordentliche Ladung Pfefferspray für einige Unverbesserliche.

Irgendwann entschied sich CK dazu ins Auberge reinzugehen. Die Bude rockte einfach nur. Die Musik war gewohnt genial, die Leute sangen lauthals mit, das Alt floß die Kehlen hinunter. Auch die blonde Betty tauchte hier auf, mit der der Luxemburger schonmal gerne ein wenig flirtete. Fesches Mädel ;-) Auf dem Klo war ein Löwenfan dabei sich Pfefferspray aus den tränenden Augen zu wischen. Er regte sich über die Bullen auf. Aber wie ein anderer Sechzger treffend zu ihm meinte: "Was hattest Du denn da überhaupt verloren? Wieso läufst du denn dahin? Aus voyeuristischer Neugier? Selber schuld!" Klar, es ist theoretisch durchaus möglich in sowas ungewollt reinzugeraten, aber die meisten suchen solche Situationen und legen es geradezu darauf an, sich in Gefahr zu begeben. "Also ertrag es wie ein Mann statt hier rumzuflennen!" Dito.

Bis halb fünf blieb CK im Auberge, Martin und Carlos waren längst in ihre Betten entschwunden. Zum Abschluß ging es jetzt noch ins Papidoux, wo es auch noch recht geil war. Die weibliche Bedienung dort ist auch spitze. Die singt bei fast jedem Song mit und ladet ihre Gäste quasi dazu ein, mit ihr "Musical zu spielen". Ehrlich, das war schon sexuell sehr erregend! :-) Erst gegen sechs Uhr war CK endlich wieder im Hostel und legte sich schlafen, nicht ohne vorher noch festzustellen, dass einige Löwenfans, darunter auch der Steffen aus Lippstadt, noch im Aufenthaltsraum zugegen waren und demzufolge wohl auch hier Gäste waren. Doch für CK war der Abend gelaufen und er wünschte den Jungs nur noch eine gute Nacht.

Am Sonntag erwachte unser Protagonist nach nur drei Stunden Schlaf wieder. Er war ziemlich kaputt und blieb erstmal im Bett liegen. Später ging er duschen, checkte aus dem Hostel aus (ohne Frühstück, das hatte er wie auch andere Löwen "versoffen"), stellte sein Gepäck in der Ablage ab und begab sich zu Fuß zum Bahnhof, wo er sich mit Martin und Carlos traf. Mit ihnen ging es in der Strassenbahn zur Esprit-Arena.

Die neue, mit kunterbunten Sitzen bestückte Arena in Düsseldorf, allem Anschein nach ein reines Sitzplatzstadion, ist gar nicht mal so übel. Klar, es wirkt von aussen gar nicht wie ein Fussballstadion, sondern wie ein künstliches Gebilde und auch der Cateringbereich ist für traditionsbewusste Löwen gewohnheitsbedürftig, wenn auch nicht so schlimm wie in der Arena auf Schalke. Leiwand übrigens die Senf-, Ketchup- und Mayospender an manchen Säulen im Raum ;-) Aber der Stadioninnenbereich selbst ist ganz passabel. Der Auswärtsblock ist vom Fangnetz mal abgesehen sogar richtig geil. Endlich wieder ein Auswärtsblock direkt hinter dem Tor und die Sicht war wirklich klasse. Auch die Stimmung bei den Fortunen war ganz in Ordnung. Dem guten, sonnigen Wetter sei dank (so müsste es immer beim Fussball sein), war aber auch der Löwensupport nicht von schlechten Eltern. Jedenfalls vorm Spiel und während der ersten Hälfte, danach ließ die Begeisterung ab. Es waren auch etliche Sechzger mitgekommen (fast 1000?). Düsseldorf eben, das zieht immer. Auch Sebastian, sein Bruder Mathias und sein Vater aus Ludwigshafen waren mit dem Auto angereist. Lustig übrigens, dass die wohl schon recht betrunkene Betty irgendwie mehrmals Sebastian und CK miteinander verwechselte. Dabei sahen die beiden sich doch gar nicht so ähnlich. ;-)

Zum Spiel gibt es wie immer nicht viel zu schreiben. 1860 verlor verdient mit 2-0 in einer eher mässigen Partie. Schon nach vier Minuten besorgte Langeneke das 1-0. 1860 spielte viel zu passiv, ohne echte Gegenwehr und bis zum Ende der ersten Halbzeit sprang keine einzige Torchance heraus. Kurz vor der Pause gab es zwar zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich, danach war aber wieder bis zum Abpfiff tote Hose. Wobei CK, Martin und Carlos den Abpfiff gar nicht mehr mitbekamen. Ebenso wie das späte 2-0 ebenfalls durch Langeneke in letzter Minute per Foulelfmeter. Sie waren bereits vorher zur Strassenbahn aufgebrochen um rechtzeitig zurück am Bahnhof zu sein. Der Fahrer der Bahn war allerdings eine Nervensäge. Hielt er doch dauernd an und meinte, er wisse nicht ob dies jetzt ein regulärer Zug oder bereits ein Sonderzug sei, als wäre dies wirklich wichtig... Immerhin war gegen vier Uhr der Bahnhof erreicht und CK begab sich nochmal zu Fuß ins Hostel um sein Gepäck abzuholen.

16:51 Uhr fuhr der Zug nach Koblenz ab. Auch die Basler mussten nun mit dem Zug nach Hause fahren, da Martins Auto ja verreckt war und aufgrund des isländischen Vulkanausbruches zudem alle Flüge ausfielen. So hatte CK bis Koblenz noch Gesellschaft im Zug. Die Schweizer fuhren bis Mannheim und stiegen dort in einen Zug nach Basel um. Erst 23 Uhr waren sie wieder zuhause. Hart vor allem für Martin, der tags darauf bereits um fünfe wieder aufstehen und zur Arbeit gehen musste.

CK traf sich in Koblenz mit Hansafan Thomas, der nun wohl wieder in der Innenstadt wohnt und schnell am Bahnhof sein kann. Der Luxemburger hatte eine Stunde Aufenthalt bis zur Weiterfahrt mit einem anderen IC nach Luxemburg-Stadt. Er verspeiste erstmal eine leckere, doppelte Currywurst und kaufte noch Getränke für den Durst unterwegs ein. Thomas war sichtlich erschüttert über die Lage seines eigenen Lieblingsvereins, der wohl ziemlich sicher in die Relegation muss. Dem FCH droht der Abstieg in die dritte Liga. Sehr bitter für diesen sympathischen Traditionsverein aus dem Osten! Auch über Kaiserslautern, Marco Kurz, 1860, Metal und Politik wurde geredet. Ein sehr angenehmes Gespräch, was unbedingt in Zukunft bei weiteren Gelegenheiten fortgeführt werden muss.

Gegen halb acht verabschiedeten sich die beiden Fussballfans voneinander und CK fuhr mit dem IC zurück in die Hauptstadt, von dort aus weiter nach Esch-sur-Alzette wo er ein Taxi nach Hause nahm. Er hatte nämlich schlichtweg keine Lust mit seinem Gepäck noch vom Bahnhof Belvaux-Soleuvre den Heimmarsch anzutreten. So endete eine wieder mal total geile Auswärtsfahrt nach Düsseldorf und auch wenn es diesmal nicht so viel zu berichten gab, so sollte halt doch alleine der ISF wegen mal wieder ein Bericht geschrieben werden :D gez.CK.

18.-19.09.2010. DIE FAHRT NACH DÜSSELDORF

Samstag früh gegen sieben Uhr (nach nur wenigen Stunden Schlaf) stand CK auf und nach einer Tasse Tee ging es mit dem Bus in die Hauptstadt, wo er sich am Bahnhof erstmal mit Cola eindeckte, bevor es mit dem Norddeich-Mole ohne Umstieg nach Düsseldorf ging. Unterwegs döste unser Held entweder oder er las ein wenig in „Gödel, Escher, Bach“ von Douglas Hofstadter, was er sich endlich zugelegt hatte. Pünktlich zur Mittagsstunde wurde die Rheinmetropole erreicht.

Am Bahnsteig wartete bereits Bima auf CK. Der mittlerweile in Deutschland eingebürgerte Indonesier wohnt nun wieder in Aachen und die beiden Jungs - die sich gut aus gemeinsamen Studententagen in Kaiserslautern kannten- hatten ausgemacht sich nach langer Zeit endlich mal wiederzusehen. Nach einer freundschaftlichen Umarmung begaben sich die beiden gemeinsam in die Altstadt, wo sie am Rheinufer auf einer Terrasse Platz nahmen. Selbst hier wurde zum Münchner Wies’nauftakt auf Oktoberfest gemacht. Die Tischbezüge waren weiß-blau kariert und es gab bairische Spezialitäten wie die von Bima und CK freudig bestellte Schweinshaxen mit Krautsalat und Knödeln. Dazu bestellten sie sich aber nichtsdestotrotz Altbier (wenngleich in 0,5l.)

Die beiden Ex-Lauterer hatten sich viel zu erzählen, über vergangene Auswärtsfahrten, über ihre jeweiligen Lieblingsvereine (1860 und den 1.FCK), über Fußball allgemein und die vergangene WM im speziellen, aber auch über ihre Jobs und über Politik. Die Zeit verging wie im Fluge und somit leider viel zu schnell.

Gegen vier Uhr begaben sich die beiden zurück zum Bahnhof, wo sie sich noch das Ende des Bundesligaspieltages in einer Kneipe auf Sky ansahen. Kaiserslautern und Hoffenheim trennten sich 2-2-Unentschieden (CK’s Vater Robert war an diesem Tag am Betzenberg live vor Ort), während die Bayern nicht über ein für sie wohl schwer enttäuschendes 0-0 gegen Köln hinauskamen. Bima und CK jubelten natürlich bei der 2-1-Führung für die Pfälzer und ärgerten sich über den schnellen Ausgleich der TSG durch einen Freistoß, den Bima bereits vor seiner Ausführung im Tor sah. An und für sich dennoch aber ein recht schöner Spieltag!

Während Bima nun mit dem Zug nach Hause zu einem Ehemaligentreff an seinem alten Gymnasium aufbrach, begab sich CK zum Einchecken ins AO-Hostel, wo er ein Einzelzimmer mit Dusche und WC bezog. Nachdem er ausgiebig geduscht hatte, legte der Luxemburger sich erstmal zum Schlafen hin. Ein wenig Schlaf hatte er bitter nötig. Erst gegen elf Uhr stand er wieder auf und begab sich zu Fuß in die Altstadt wo erstmal eine Salamipizza verdrückt wurde.

In der Folge wurde in den üblichen Locations abgefeiert. Erst in der Zwiebel, wo CK sich kurz mit zwei Feuerwehrmännern aus Saarbrücken unterhielt und später noch im Auberge und im Papidoux. Die Musik war zwar mal wieder endlos geil, aber leider waren keine Löwenfans anwesend. Der Wies’n sei Dank vermutlich. Doch auch ganz allein hatte CK wahrlich seinen Spaß, genoß die Mucke und das Altbier. Bis quasi halb sechs hielt der Luxemburger durch, dem Vorschlaf sei Dank. Nach einem kurzen Abstecher zum Bahndamm begab er sich ins Hostel zurück, wo er sich noch einmal zum Schlafen hinlegte.

Gegen elf Uhr wachte der Luxemburger wieder auf, ging erstmal duschen, zog sich an und checkte mit ein wenig Verspätung aus. Seinen Rucksack im Gepäckraum lassend, begab er sich zum Bahnhof, von wo aus er mit der U-Bahn zur Esprit-Arena aufbrach, wo er erstmal eine Bockwurst und eine Brezel vertilgte. Mit der Familie Haas aus Ludwigshafen und Leschi waren dort schließlich doch noch ein paar Bekannte anzutreffen, mit denen zusammen das Spiel angesehen und supportet wurde.

Die erste Hälfte war eher langweilig, beide Teams überboten sich mit schlechtem Fußball, doch kurz vor der Pause „gelang“ Lovin per Eigentor das 1-0 für die Fortuna. Es sah erneut nach einer Auswärtsniederlage aus und CK, der eigentlich diese Saison wieder mehr fahren wollte, hatte gleich schon wieder die Schnauze voll. Nach der Pause kamen jedoch die Löwen mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch aus der Kabine und glichen durch Rakic in der 49ten Minute prompt aus. Nur drei Minuten später traf Buck zur 1-2-Führung. Sehr geil! Der Löwenblock tobte nun. Die Stimmung war ansonsten an diesem Tag zwar eher mau, aber bei diesen Toren fielen vielen Fans wohl Steine vom Herzen und sie explodierten regelrecht vor Freude. Innerhalb von vier Minuten war das Spiel komplett gedreht, von diesem Schock erholten sich die Düsseldorfer dann auch nicht mehr, obwohl sie durchaus noch dicke Chancen zum Ausgleich vergaben. Irgendwie konnte die Heimmannschaft einem fast leid tu. Bleibt zu hoffen dass sie sich im weiteren Saisonverlauf noch steigern wird, ansonsten wird der Düsseldorfer Traditionsverein leider bald wieder absteigen. Für 1860 war es derweil ein wichtiger Sieg um vor den schweren Aufgaben gegen Aue und in Augsburg ordentlich Selbstvertrauen zu tanken.

Nach Abpfiff begab sich CK schnell zur Straßenbahn und fuhr mit ihr inmitten sichtlich enttäuschter Fortunen zum Hauptbahnhof, von wo aus er sich zu Fuß zurück zum Hostel begab um seinen Rucksack abzuholen, bevor es mit einem restlos überfüllten IC nach Koblenz ging. In Koblenz traf CK sich bei einer leckeren Currywurst mit Hansafan Thomas, der sich vom Abstiegsschock bereits erholt hatte und nun auf den Wiederaufstieg hoffte. Die beiden Fußballfans unterhielten sich gut eine Stunde lang über das runde Leder und über die FDP, bevor CK mit einem weiteren IC gen Heimat fuhr, gez. euer CK.

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