10.-11.10.2025. DIE FAHRT ZUM SPIEL GEGEN DEUTSCHLAND

Am Freitagmorgen kurz vor acht trafen Kevin P. und CK sich in Esch-sur-Alzette. Zusammen ging es in Kevins Auto nach Tétange, wo David B. abgeholt wurde. In der Folge ging es zu dritt zum Technischen Museum nach Sinsheim, welches bereits kurz nach elf Uhr erreicht wurde. Die Fahrt verlief problemlos und Kevin machte unterwegs nicht einmal eine Pause.

Erst einmal wurde im Restaurant "Concorde" zu Mittag gegessen. CK genehmigte sich eine Gulaschsuppe sowie Putengeschnetzeltes in Champignon-Rahmsauce mit Spätzle. Unsere drei Helden besuchten nach dem Mittagessen das Museum, bestehend aus drei Hallen und Außenbereichen. Sie sahen alte Traum- und Rennautos, Loks, Militärfahrzeuge aller Art, Panzer, Traktoren, Flugzeuge, Fahrräder, Orchestrions und und und... Siehe Fotos auf FB. Leider konnte die Concorde an diesem Tag wegen Reinigungsarbeiten nicht besichtigt werden, dafür aber die Tupolev gleich nebendran. Recht spektakulär soll auch das U-Boot U17 sein. Hier hatte CK jedoch keine Lust sich in die Warteschlange zu stellen. Ein anderes Highlight der Ausstellung ist das Blue Flame. Am 23. Oktober 1970 stellte der Amerikaner Gary Gabelich mit dieser Kreuzung aus Auto und Rakete auf dem Bonneville-Salzsee mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 1014,656 km/h einen phantastischen neuen Weltrekord auf.

Nach fünfzehn Uhr sah CK in Nähe des U-Bootes plötzlich ein ihm bekanntes Gesicht: Stephan Tempel, vielen Löwenfans als Olchinger bekannt. Der 1860fan war mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter eben auf dem Parkplatz angekommen und sie wollten noch kurz in das Museum, bevor es am Abend zum Landerspiel gehen sollte. Stephan erzählte CK, dass er am folgenden Tag bereits nach Dublin fliegen wollte. Seiner Frau gegenüber erklärte er, dass CK ein alter Löwenbekannter sei und fragte unseren Protagonisten, ob er noch zu 1860spielen fahren würde. "Ja, wir waren heuer mit dem Fanclub in Aachen und beim Heimspiel gegen Havelse." Stephan meinte, dass er wohl leider nicht zum Rückspiel nach Luxemburg kommen könnte, dem Kartenmangel sei Dank. "Ja. Da suchen selbst viele Luxemburger noch Karten. Wir haben ja nur Abos verkauft." Nach diesem kurzen Plausch verabschiedete sich CK von den drei und begab sich zurück zu David und Kevin, die im Eingang des IMAX-Kinos saßen.

Einen Film durfte man sich ohne Aufpreis ansehen. So sahen David und CK sich noch einen Film über das faszinierende Ökosystem des Korallenriffs und seine zahlreichen Bewohner an. Kevin hingegen nahm zwar ebenfalls in einem Kinosessel Platz, schlief jedoch alsbald ein und verpasste die Aufführung. Nach siebzehn Uhr ging es zu Fuß zu einem asiatischen Restaurant. Hier gab es ein leckeres Buffet und für CK die ersten Biere. Einige deutsche Fans waren ebenfalls anwesend. Nach neunzehn Uhr ging es zum Rhein-Neckar-Stadion alias PreZero Arena.

Unsere drei Helden hatten Karten in G1, einem unteren Teil des Auswärtsblocks. Hier trafen sie nach und nach auf so einige Bekannte: Toto, Lou mit Cousin, Hardy Grüne (der an diesem Tag ganz klar für Luxemburg war), die Compadres Tridefa, Pit H., CKs alten Schulkameraden Pierre M... Wie sich in der Halbzeitpause herausstellte, war selbst Della an diesem Abend anwesend. Ca. 2 400 Luxemburger hatten an diesem Tag den Weg nach Sinsheim auf sich genommen. Darunter auch Camille S. mit seiner deutschen Frau. Beide saßen diagonal gegenüber vom Luxemburger Fanbereich, da sie (deutsche) Karten über einen 1860bekannten bekommen hatten. Die Stimmung war sehr geil. 90 Minuten lang wurde spielunabhängig die eigene Mannschaft unterstützt. Vom deutschen Operettenpublikum kam nichts bis auf eine sehenswerte Choreo vor Anpfiff. Ein Bundesadler, die Arme verschränkt, dazu die drei Schlagworte "Mut-Stärke-Leidenschaft", umrahmt von schwarz-rot-goldenen Papptafeln. Stimmungstechnisch ging das Spiel ganz klar an den Luxemburger Anhang.

Zum Spiel: Deutschland begann wie die Feuerwehr, da sie trotz Auftaktniederlage in Bratislava unbedingt den Gruppensieg noch klarmachen wollten. Bereits in der vierten Minute traf Woltemade zum vermeintlichen 1-0, das Tor wurde jedoch per VAR annulliert, da der Stürmer mit der Hand am Ball war. Kaum zu glauben. Der liebe VAR, der gefühlt in der Vergangenheit immer gegen Luxemburg war, entschied ausnahmsweise mal für die roten Löwen. Irgendwie war klar, dass es nicht dabei bleiben konnte an diesem Abend. Nur acht Minuten später traf David Raum per Freistoß in die Maschen. Wiederum nur sechs Minuten später war wieder VAR-Time. Diesmal ging es um ein vermeintliches Handspiel von Dirk Carlson. Der serbische Schiedsrichter Minakovic entschied zurecht auf Elfmeter. Allerdings zeigte er dem Pöltener zusätzlich eine Rote Karte, was CK noch Tage später aufregen sollte. Eine sehr harte Auslegung der aktuellen Handregel, die Absicht unterstellte. Joshua Kimmich verwandelte zum 2-0. Ein Debakel à la Faro oder Solna drohte. Doch trotz 77% Ballbesitz für die Gastgeber und weiteren Chancen konnte der zweifache Rückstand erstmal in die Pause gerettet werden. Gleich nach der Pause fielen jedoch noch zwei weitere Tore durch Gnabry und Kimmich (48te wie 50te Minute.) Beide Tore verpasste CK, der sich in Bierstandnähe noch mit Della unterhielt. 4-0 sollte die Partie dann auch enden, da aufopferungsvoll kämpfende Luxemburger Schlimmeres verhinderten.

Nach Abpfiff kam die Mannschaft kurz in die Kurve und es gab lautstarken Applaus. Im Anschluss begaben Kevin, David und CK sich zu Fuß zurück zum Museum, wo sich eine Schlange am Ticketautomaten gebildet hatte. Nach Bezahlen der Parkgebühr ging es im Auto zum Schwestermuseum nach Speyer, wo im benachbarten Hotel eingecheckt wurde.

Am Samstag nach dem Frühstück checkten unsere drei Protagonisten aus dem Hotel aus. Das Zimmer und die Karten für beide Museen hatten zusammen 155 Euro gekostet. Im Technikmuseum in Speyer wurden u.a. eine Boeing 747, ein U-Boot U9, eine Antonov und ein Marineschiff besichtigt. Absolutes Highlight war jedoch die Halle zur Raumfahrt, in der sich u.a. das Space-Shuttle Buran befindet neben vielen Informationen zu den diversen Weltraum-Missionen der USA und der Sowjetunion. Siehe Fotos auf FB. Auch der Wilhelmsbau wurde kurz besichtigt. In diesem befindet sich ein faszinierendes Raritätenkabinett mit Tausenden Exponaten aus dem 19ten und 20ten Jahrhundert, darunter Uniformen, Waffen, Puppen, Spieldosen... sowie ein Nachbau der Küche Else Klings (für Freunde der "Lindenstraße".)

Im Laufe des Nachmittags wurde die Rückfahrt angetreten. Auf dieser legte Kevin einmal eine kurze Pause ein. David wurde in Tétange abgeliefert. Kevin und CK begaben sich noch zum Abendessen ins Terres Rouges. So endete die erste Auswärtsfahrt der WM-Quali 2025. Die zweite sollte bereits am Folgetag beginnen, gez. euer CK.

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