Am 17.08. fuhren CK, sein Vater und dessen Arbeitskollege Romain nach Lautern zum Spiel FCK-Schalke. Im Hannenfass wurde zu Mittag gegessen, danach ging es den heiligen Berg hoch. Die drei standen dann in Block 10 der Westkurve.
Gleich nach Anpfiff des Spiels gab es eine Schweigeminute für die verstorbenen Fritz Walter und Rainer Geye. In der Westkurve wurden Papiertafeln in rot-weiss (den Farben des FCK) und schwarz-rot-gold (den Farben Deutschlands) hochgehalten. Zudem waren drei Konterfeis von Fritz Walter zu sehen. Von der Gegenseite aus muss das alles fantastisch ausgesehen haben.
Danach begann das Spiel. Der FCK gleich von Beginn an furios. Vor allem Riedl und Anfang machten Dampf im Mittelfeld. Doch etliche Chancen wurden vergeben, bevor der "Derbygott" sich ein Herz fasste und einfach aus 16 Metern abzog und zum 1-0 in die Maschen traf. Riesengrosser Jubel in der Westkurve, insbesondere bei CK, der sich darüber freute dass ausgerechnet Thomas Riedl die Führung besorgt hatte.
Nach der gelb-roten Karte für Vermant sah es dann ganz danach aus, als würde der FCK nun den ersten Dreier der Saison einfahren. Aber 1. kommt es anders und 2. als man denkt.
Gleich nach der Halbzeitpause (in der CK einen kurzen Plausch mit Milosz hatte) führte ein Foul von Georg Koch im Strafraum zum Elfer für den S04. Der zweite Ex-Löwe auf dem Rasen schlug zu: Jörg Böhme verwandelte eiskalt zum 1-1 für die Königsblauen. (Irgendwie war es auch ein Spieltag der Ex-Löwen: Beim 2-0 der Rostocker gegen Nürnberg traf Rene Rydlewicz sogar gleich zweimal!) Aber nun zurück zum Spiel auf dem Betzenberg!
Die zahlenmässig unterlegenen Schalker bekamen nun Oberwasser. Einen Konter nutzte Agali folgerichtig zum 1-2. Der FCK warf nun alles nach vorn, gepusht von der Westkurve, die endlich mal wieder richtig lautstark war. Die letzten 15 Minuten des Spiels Dauerklatschen der Fans! Geil! Die Spieler rannten an, versäumten es aber, den Abschluss zu suchen. Auch Klose war noch weit von seiner WM-Form entfernt. Um ein Haar traf Riedl dann doch noch zum 2-2, aber sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Es kam wie es kommen musste: Bei einem weiteren Konter machte Schalke alles klar, Sand traf zum 1-3 und die ersten "Brehme raus!"-Rufe ertönten aus Block 8.
Nach dem Spiel jubelte CK dann doch noch einmal. Nämlich als das Ergebnis aus Hannover eingeblendet wurde. 1860 hatte 1-3 bei den 96ern gewonnen.
Nachher beim Getränkestand vor Block 10 wurden die drei Fussballfans Zeuge eines besonderen Vorfalls: Ein enttäuschter und wütender FCKfan verbrannte seine Kutte mit all den schönen Aufnähern in der Öffentlichkeit und liess verbal ordentlich Dampf ab, schimpfte auf den Vorstand und auf Andy Brehme...
CK musste unweigerlich an den Stadionentscheid in München letztes Jahr denken und daran, wie nahe auch er damals daran war, ein für allemal mit 60 abzuschliessen und seine Fanutensilien wegzuwerfen. Aber er hatte eingesehen,dass er weiterkämpfen musste (zumindest solange das GW noch stand). Auch dieser FCKfan wird wohl bald einsehen, dass man nicht so schnell alte Gewohnheiten aufgeben kann.
21.09.2002. 1.FC KAISERSLAUTERN-TSV 1860 MÜNCHEN 0:0
Die ersten Löwenfans waren bereits am Vortag in K-Town eingefallen. Als CK mit Heiner am Freitag abend ins Hannenfass ging, trafen sie dort nämlich auf die Kieferer Löwen um Est, die schon gut am Schütten waren. Als um 2 Uhr dann das Hannenfass schloss, bildete sich noch eine Diskussionsrunde vorm Opera mit einigen Lauterer Einwohner. Natürlich ging es um Fussball, um Sechzig und auch um den FC Bayern. Die Fans beschlossen dann sich Samstag morgen um 10:30 Uhr im Hannenfass wieder zu treffen. Heiner und CK machten sich dann noch alleine auf den Weg Richtung Hard Rock Café wo man sich noch ein letztes Hefeweizen genehmigte.
Um 11 Uhr klingelte Eric CK dann aus dem wohlverdienten Schlaf. Letzterer versuchte dann erstmal wieder fit zu werden und zog sich an. Als später dann CK's Vater Robert eintraf und Eric noch Cindy abgeholt hatte und so alle beisammen waren,ging es ins Fass zum Mittagessen. Kaum dort angekommen, hörte CK bereits eine ihm wohlbekannte Stimme "He Luxi!" schreien. Vorm Hannenfass an einem Tisch sass eine Delegation der Ingolstädter um den Oberlöwen und Christian Demel. Die 250 Flyer legte CK dann dort auf den Tisch, was sich im nachhinein als clevere Entscheidung erwies, denn dort verteilten sie sich irgendwie von selbst. Als dann vorm Opera jemand "Grünwalder Stadion" sang, wurden ihm die Flyer gegeben und er machte sich auf den Weg in die Stadt um sie an andere Löwenfans zu verteilen. (@Unbekannter, wer du auch immer bist: Wenn du das hier liest,vielen vielen Dank von meiner Seite aus! Damit hast du mir meine Arbeit abgenommen. *GGG*). Später kamen dann auch noch Heiner und Marc Della Siega ins Fass. Nun wartete man nur noch auf Michael Meier aus Mainz. Jener tauchte dann auch alsbald auf. Als CK ihm einen der letzten verbliebenen Flyer geben wollte, erfuhr er dass jener bereits am Hbf vom netten Unbekannten das "Sechzger Manifest" erhalten hatte.
Nach einem kleinen Plausch machte man sich dann so langsam auf den Weg zum Betzenberg, allerdings getrennt. CK's Familienmitglieder machten sich nämlich zusammen mit Della etwas früher auf den Weg.
Unterwegs in der Stadt wurden bereits erste Löwen-Schlachtgesänge geschmettert.
"7 Jahre brennt das Hofbräuhaus und darin sind die Fans vom FCB, sieben Jahre, sieben lange lange Jahre, sieben Jahre brennt das Hofbräuhaus- UND AUF DER ASCHE TANZT DER TSV..." Einfach nur geil! Kurz vom Mc Doof trennten Michael und CK sich dann von Heiner, der sich wieder auf den Weg nach Hause machte. "Scheiss FC Bayern" schallte es dann durch die Fussgängerzone, als CK vorm Mac Doof auf den berühmt-berüchtigten Super-Wolfi aus Ingolstadt traf, der zusammen mit seinen Verbündeten Flugzettel der Grünen gegen die FDP verteilte. Da man allerdings in Eile war, hatte CK keine Gelegenheit sich mit dem Bayernfan näher zu unterhalten, sorry dafür! In der Eisenbahnstrasse stimmte CK dann ein "Wer auf Bayern scheisst,der klatsche in die Hand!" an, weiter ging es mit "60 und der FCK", was der Michael als Mainzer natürlich nicht so toll fand. Auf dem Weg den Berg hoch wurden dann noch die letzten beiden Becks aus Michaels Rucksack weggeschüttet, letzterer kaufte sich dann auch noch bei einem Strassenverkäufer ein Pin von Manchester City.
Einige FCKfans meinten dann, ihr Verein würde die Sechzger eh 4-0 weghauen. Darüber lachten CK und Michael aber nur und meinten, dass es genau umgekehrt laufen würde. Auf die Frage "Wovon träumt ihr denn nachts?" entgegnete CK bloss trocken: "Von Titten und Ärschen,von was denn sonst?!",*GGG*.
Vorm Stadion gab es dann noch Probleme mit einem Ordner, der beim Kontrollieren von Michaels Rucksack eine Plastikflasche Saft fand, die man anscheinend nicht mit rein nehmen durfte. Die wurde dann kurzerhand mal geext und rein gings.
In Block 4 traf man dann auf CK's Familienmitglieder. Da Michael aber zuviele FCKfans dort rumstanden, entschloss er sich dazu dann doch lieber in den Löwenblock reinzugehen. Die Lauterer Westkurve (siehe Fotos!) bot eine wunderschöne Choreo. Hochgehaltene Papptafeln zeigten in roten Lettern auf weissem Hintergrund ein "FCK" und daneben war ein angekreuztes Wahlfeld zu sehen. Der Text dazu auf einem Transparent:"Wir haben bereits gewählt". Eine grosse Fahne zeigte das FCKwappen, dazu schwenkten die Fans einzelne kleine rote Fahnen. Wirklich ein schönes Bild, mit dem man wohl mächtige Punkte für den FanAward machte!
Kurz darauf begann das Spiel. Der FCK spielte offensiv nach vorne und die Löwen beschränkten sich erstmal nur auf die Defensive. Meyer und Costa standen hinten ziemlich sicher, da Silva dagegen war in seinem ersten BL-Spiel noch nicht schnell genug und konnte sich oft nur mit Fouls helfen. Ein Glück dass der Schiri nicht allzustreng war und eine Gelb-Rote Karte vermieden wurde. Dennoch waren schon einige gute Ansätze zu erkennen und man kann wohl davon ausgehen dass er auch gegen die Hertha wieder von Beginn an auflaufen wird. Weissenberger und Hässler harmonierten sehr gut und konnten einige gefährliche Konter blitzschnell einleiten. Wiesinger entäuschte dagegen einmal mehr und man kann sich fragen, wieso Pacult erst so spät Borimirov einwechselte. Lauth hatte sein zweites Bundesligator bereits in der 13.Minute auf dem Fuß, aber FCK-Keeper Koch lenkte den Schuss des 21-jährigen noch um den Pfosten. Die beste Lauterer Chance in Hälfte eins vergab Nationalstürmer Klose, als er eine Basler-Ecke an die Querlatte köpfte, den anschließenden Kopfball von Knavs fischte Jentzsch aus dem Winkel. Der FCK war klar feldüberlegen, konnte diese Überlegenheit aber einfach nicht in Tore ummünzen. Zudem war Simon Jentzsch wie bereits im Derby in absolut bestechender Form... Kurz vor dem Seitenwechsel mussten die 60fans dann tief durchatmen. Meyer rettete für seinen bereits geschlagenen Keeper auf der Linie.
In Hälfte zwei wurde das Spiel dann ausgeglichener, der FCK war zwar weiterhin feldüberlegen,konnte aber nicht mehr soviele Chancen rausspielen. Auch die Löwen hatten nochmal eine Riesenmöglichkeit nach guter Vorarbeit des eingewechselten Borimirov (Lieber Pacult,der muss doch von Anfang an spielen!!!) Am Ende hiess es dann etwas glücklich 0-0. Ein Remis was wohl eher den Löwen was nutzte als dem Tabellenletzten!
Nach dem Spiel traf CK sich dann noch kurz mit dem Helion aus dem Löwenforum ,der mit den (bis auf die Fahrer natürlich) bereits sturzbetrunkenen Zusamtalern nach Lautern gekommen war und nun mit eben denen leider sofort wieder nach Hause fahren musste. Vor Block 4 der Osttribüne, die ja derzeit im Umbau ist, traf CK dann Eric,Robert und Cindy wieder. Kurz darauf tauchte auch Della Siega wieder auf, der auf seinem angestammten Platz im Westen stand. Es ging nun zurück ins Fass, wo Michael bereits beim nächsten Bier sass.
Kurz darauf trennte man sich dann, die anderen wollten nach Luxemburg heimfahren und Michael und CK assen im Fass erstmal in Ruhe zu Abend. Nach zwei Pils musste Michael dann den Zug zurück nach Mainz nehmen. Vorher machte man aber noch aus, nächstens miteinander zu telefonieren um die gemeinsame Reise nach Gladbach zu planen. Im Fass traf CK dann noch auf 2 FCKfans die an der Grenze zu Luxemburg wohnten und es sogar verstanden,"letzeboiesch ze schwetzen".
Sehr lustig! Auf der Toilette kam es dann zum ersten Disput mit anderen Löwenfans, Thema war natürlich das Grünwalder Stadion. Hauptargument der Wildmoser-Fans waren natürlich wieder mal die fehlenden Parkplätze. Daraufhin CK:"Gibt es am Betze viele Parkplätze?" "Na,des koa ma ned vergleichen."(Aha,wieso denn nicht?) Und dann:"Wir wollen einen Busparkplatz! Wo ist beim GW a Busparkplatz?".Und CK:"Beim GW weiss ich keinen. Aber da parkst halt irgendwo und nimmst die U-Bahn für den Rest des Weges" Daraufhin meinten diese verkehrspolitischen Neandertaler, sie wollen aber unbedingt einen Busparkplatz beim Stadion haben, so wie im Olympia. Ja, werdet halt froh im scheiss Oly, weil ihr da euren geilen Busparkplatz habt! So ne Grütze musste CK sich echt nicht anhören.
In der Folge wurde oben im Fass noch mit dem etwas dickeren Fan vom Klo weiterdiskutiert. Jener hat CK mehrere Male "Wichser" genannt, als wenn dies das normalste Wort der Welt wäre. Dennoch liess sich der Lauterer Student davon nicht abhalten,weiter den Mund aufzumachen.
CK liess seine Wut dann konstruktiver raus und begann durchs ganze Hannenfass "Wo ist Sechzig eine Macht? Im Grünwalder Stadion" zu singen. Ganz alleine, aber so lautstark wie nur irgendwie möglich. Die KHW-Fans lachten aber bloss:"Ist es lustig alleine zu singen? Ja,wo sind deine Grünwalder denn? Die 50 Vereinsschädlinge?"(Anmerkung des Autors: jetzt sollen es also nur noch 50 sein, ihr plappert wohl dem Dicken wirklich alles nach, aha!!!)..."Schaust amol, jetzt sitzt alleine da und schreist für dein Grünwalder Stadion und niemand schreit mit"...CK hatte echt genug... In der Folge ging es ins Hard Rock Café. Dort traf er auch noch einen Schalke-Sympathisanten namens Andy, mit dem er noch weiterschüttete. Bis in die Morgenstunden wurde weitergefeiert (man fragt sich nur was!,das Remis für die Löwen war CK mittlerweile echt egal geworden!), nachm Hard Rock ging es dann noch in die Brooklyn Bar, die als einzige noch aufhatte. Um 8 Uhr ging es dann zum Rausch ausschlafen in die Kiste.
Was die Vereinspolitik der Löwen angeht, sie kann nicht oft genug angeprangert werden. Der einstige Kultklub 1860 wird immer mehr zur grauen Maus der BL. Und dies ist nunmal die Schuld von KHW, basta! CK fragt sich manchmal ob es nicht wirklich besser wäre, Sechzig würde absteigen. Es muss endlich was passieren, damit die Leute anfangen, nachzudenken, gez. euer CK.
9.11.2002. 1.FC KAISERSLAUTERN-HANNOVER 96 0-1
CK und sein "Schwager" Eric bekamen an diesem Tag Besuch aus der Heimat. CK's Vater Robert, seine Schwester Cindy sowie Pascal und dessen Sohn Eric kamen zum Spiel gegen die 96er vorbei. Während Cindy und der grosse Eric (*GGG*) sich Zeit für sich alleine nahmen, gingen die andern ins Hannenfass zu Mittag essen. Dort lief die erste Halbzeit vom Derby in Manchester. City führte zu Pause mit 2-1. Dann ging es den Betzenberg hoch, wo man ziemlich gute Sitzplätze in Block J, Reihe 6, nah am Spielfeld also, hatte. Über das Spiel: wer zuhause so auftritt wie der FCK hat in der ersten Liga nix verloren. Dies muss man ganz klar und deutlich so sagen. So eine Leistung ist einfach nicht mehr schönzureden. Natürlich war der Schiri auch nicht gerade lauternfreundlich und natürlich hatten die Lauterer auch teilweise richtig Pech, aber jeder im Stadion konnte sehen, dass da kein Konzept vorhanden war. Immer wieder weite Bälle blind nach vorne gedroschen, in der Hoffnung einen Abnehmer zu finden. Das war kick-and-rush Marke 1900, Altherrenfussball, Rumgestochere und Rumgestolpere von der übelsten Sorte... Die spielerische Note fehlte total. 6,5 Millionen-Mann Sforza spielte wie "Flasche leer", er war zu keinem Zeitpunkt in der Lage, die Abwehr zu organisieren. Mifsud war bemüht, versagte aber in den entscheidenden Situationen, das hätte nicht mal Pechvogel Donald Duck toppen können. Klose ist noch weit von seiner WM-Form entfernt und überhaupt waren alle, bis auf Torhüter Georg Koch, von allen guten Geistern verlassen.Die 96er agierten dagegen sehr clever, leiteten immer mal wieder einen blitzschnellen Konter ein und letztendlich ging der 0-1-Sieg durch das Tor von Fredi Bobic absolut in Ordnung. In Hälfte 2 war zwar auch von Hannover nicht mehr viel zu sehen, aber wieso sollte die Auswärtsmannschaft beim Stande von 0-1 auch das Spiel machen, wenn der Gegner eh keine Gefahr mehr darstellt?! Aber was für ein Scheiss-Spieltag! Die anderen Ergebnisse waren genauso schlecht: Bayern-Dortmund 2-1 nach 0-1-Führung für die Schwarz-Gelben und HSV-1860 1-0. Zudem Niederlagen für Schalke und Bremen! Alles hatte mal wieder für die Bayern gespielt. Es war zum Kotzen. Besonders die Löwenniederlage schmerzte CK. Mit einem Sieg hätte man immerhin auf Platz 2 vorpreschen können, jetzt ist man nur noch vierter hinter dem VfB Stuttgart. Leider Gottes verlor St.Pauli am Tag darauf auch noch, denen droht jetzt der freie Fall in die Regionalliga. Wie gesagt:nur Scheissergebnisse! Bis auf eines... Wie man nach dem Spielende erfuhr, hatte City das Derby gegen United mit 3-1 gewonnen, u.a.durch 2 Tore von Anelka. Naja immerhin etwas,was man begiessen konnte. Della Siega,der wie immer im Westen stand, regte sich auch auf und meinte, er würde aus Protest nun nicht zum Nachholspiel gegen Bochum gehen. Er hatte die Schnauze voll. Während Della und Eric zu Fuss nach Hause liefen und die Luxemburger Delegation die Rückreise mit dem Wagen antrat, begab sich CK ins Hannenfass. Dort traf er auf den Löwenfan Bernd Gluth, der- wie in Gladbach versprochen- mit seiner Freundin Sandra Blum, ihres Zeichen FCKfan, nach Lautern zum Spiel gegen die 96er gekommen war. Jener freute sich vor allem darüber dass der FC Everton, "sein" Verein in England, nunmehr in der Tabelle vor Manchester United stand. Mit den beiden wurde dann noch ne Menge Bier runtergeschüttet. Danach ging es zum Dönerladen und von dort ins Hard Rock Café. Bernd meinte dann, er und seine Freundin würden auch nach Dortmund fahren nächsten Samstag. Möglich also dass CK ihnen auch dort über den Weg laufen wird. Um 3:45 Uhr fuhren die beiden dann mit dem Zug zurück nach München und für CK ging es endlich in die Heia....gez.euer CK.
1.-3.08.2003. 1.FC KAISERSLAUTERN-TSV 1860 MÜNCHEN 0:1
Um 18:20 Uhr am Freitag abend holte CK Sandra am Bahnhof Kaiserslautern ab. Zur Fuss ging es dann erstmal in die Ville, wo auch Bernd alsbald auftauchte. Und zwar in einem England-Trikot von Everton-Star Wayne Rooney. Dieses sollte gleich für Ärger sorgen, aber alles schön der Reihe nach...
Erstmal ging es ins Hannenfass auf ein paar Weissbier. Dort waren bald auch die anderen Mitglieder des Fanclubs "Blue Power Franken Geroldsgrün" anzutreffen, die mit Bernd im Wagen nach Kaiserslautern gekommen waren. Wegen dem guten Wetter nahmen die Fussballfans natürlich draussen auf der Terrasse Platz. Bei einem Sandwich wurde über dieses und jenes gequatscht,als plötzlich ein schon relativ angetrunkener Schorsch aus der Kiefer draussen auftauchte, dem beim Anblick von Bernds T-Shirt gleichmal ein "Inselaffe,schämst Dich ned?" über die Lippen ging. Nun mag es schon komisch sein, wenn ein Deutscher ein England-Trikot trägt, aber mei was solls... Bernd ist nichtsdestotrotz ein echter Löwe, schon zu Bayernligazeiten und auch davor dabei gewesen und er gibt alles für seinen Verein, nur das zählt !!!
Wenig später schaute dann auch Präsident Est mal am Tisch von CK vorbei und lud den Lauterer Studenten dazu ein, doch mal drinnen vorbeizuschauen wo gerade ein Fass nach dem anderen leergesoffen wurde. Die in Lautern anwesende Fraktion der Kieferer war schon echt geil drauf, obwohl die Jungs auf Dauer schon anstrengend werden können, jedenfalls für einen Luxemburger, der Probleme mit deren Sprache hat und sich auch erstmal an den oberbayrischen Humor gewöhnen muss. Mit den Jungs wurde dann noch weitergesoffen (nochmal ein fettes Dankeschön an dieser Stelle für das spendierte Altbier!) und es wurden einige interessante Gespräche geführt, u.a.über alte Eishockeyderbies zwischen Rosenheim und Hedos, über die Onkelz und natürlich auch über Politik. Der Autor dieses Berichtes findet es übrigens unglaublich scheisse, dass es in Bayern Lehrer gibt, die auf die Frage eines Schülers nicht eingehen,wenn sie auf bairisch und nicht auf hochdeutsch gestellt wurde. Ein kulturelles Unding eigentlich!
Erste Fangesänge wurden natürlich auch zu Genüge angestimmt und irgendwann kam der Türsteher vorbei und meinte, die Fussballfans sollten eben diese ab ner gewissen Uhrzeit lieber unterlassen, denn dann würden viele Amerikaner vorbeischauen und die mögen sowas nicht. Bitte schön was? Liegt Lautern in Deutschland oder in den Staaten? Wo sind wir denn?, ist es jetzt schon soweit dass in Lautern die Amis das Sagen haben? Frechheit! Natürlich macht der Türsteher nur seinen Job, aber wenn die Amis solche Gesänge nicht vertragen und eventell sogar Schlägereien deswegen anzetteln könnten, dann sind die ja wohl das Problem, nicht der gemeine deutsche oder luxemburgische Fussballfan,der nur seinen Spass haben möchte. Aber es ist ja nix Neues,dass in dieser Stadt die Amerikaner sich wie die Herrscher über die Welt und die sieben Meere aufführen.
Jedenfalls liessen weder die Kieferer noch CK sich davon bremsen, weiter Lieder anzustimmen, was natürlich eine weitere Beschwerde des Türstehers mit sich brachte. Daraufhin wurde es Est und Co.zuviel, sie entschieden sich die Kneipe zu wechseln und fragten den Luxemburger wo denn stattdessen noch was los sei. Da die Jungs Bock auf AC/DC und sowas in der Art hatten, ging es natürlich ins Hard Rock Café. Vorher brachte CK jedoch noch Bernd und Sandra nach Hause, die im Keller der Ville auf dem Sofa nächtigten.
Im Hard Rock lief natürlich noch richtig geile Musik und es wurde weitergeschüttet bis die Kieferer sich dazu entschieden, zurück in ihr Hotel zu gehen. Es wurde vorher natürlich ausgemacht sich am Tag danach im Hannenfass wiederzutreffen.
Samstag mittags traf CK sich vor der Ville dann mit Marc Della Siega, dessen Freundin Maryse und Serge Ferber, der seit langer Zeit mal wieder dem Betze einen Besuch abstatten wollte. Während die drei anderen es sich dann erstmal im Hannenfass gemütlich machten, traf CK vorm St.Martins auf eine Delegation der Ingolstädter um Kirschi und den Oberlöwen. Christian Demel hatte dem Luxemburger die versprochenen Tickets mitgebracht und als Geschenk gab es sogar noch eine "Grünwalder Stadion"-CD von Lustfinger und eine von Hans Ziller produzierte Fan-CD des Löwenstammtisch Mittls dazu. Danke dafür!
Nachdem der Luxemburger Geld abheben war, tauchte dann alsbald auch sein Vater Robert, langjähriger FCKfan, vorm St.Martins auf und holte sich seine Sitzplatzkarte für die Südtribüne ab. Jener brach dann auch sofort Richtung Stadion auf, voller Zuversicht an diesem Tag die ersten drei Punkte des FCK in dieser Saison feiern zu können. CK wechselte dann die Kneipe und traf im Hannenfass auf die Kieferer Löwen, denen er gleich mal beim Vernichten eines weiteren Altbierfasses half. So langsam füllte sich die Kneipe immer mehr mit Löwenfans, die Ingolstädter kamen auch hinzu und es wurde sich in richtig schöne Feierlaune hineingetrunken.
Richtig geil war auch dass der Schweizer Martin S. und ein weiterer Löwenfan den Weg ins Hannenfass gefunden hatten. Jene hatten eine doch nicht ganz so lange Anfahrt wie von CK ursprünglich angenommen, dennoch Respekt fürs Erscheinen! Gegen 14 Uhr tauchten dann auch Kai und Marcus, zwei Mitbewohner von CK, im Fass auf, kauften dem Luxemburger ihre Tickets ab und irgendwann ging es zu Fuss mit dem geilen Mob aus Kiefersfelden Richtung Stadion. Unterwegs schütteten Kai und Marcus noch ein Dosenbier runter und es gelang CK noch einem Löwenfan ein Ticket für 10 Euro anzudrehen, da er wegen den Absagen von Uta und Olli zwei Karten zuviel besorgt hatte.
Vorm Stadion hatte der Luxemburger dann Probleme noch sein anderes Ticket loszuwerden, was ihm jedoch für 5 Euro nachher doch noch gelang. Dann betraten der Lauterer Student und seine beiden neugierigen Mitbewohner das Stadion und genehmigten sich erstmal eine Bratwurst. Der UFC aus Paderborn um Forumsmitglied Rainahr war auch in Lautern anzutreffen. Marcus war wohl froh einige Leute aus seiner Gegend zu treffen, denn mit dem bairischen Dialekt der meisten Löwenfans hatte er so seine Probleme.
Vor Spielbeginn ging im Löwenblock ne Rauchbombe hoch, was für einigen Jubel unter den Fans sorgte. Selbst die Lauterer Westkurve skandierte freudig begeistert "TSV 1860 München", sehr schön! Trotz WM 2006, Stadionverboten und überpingeligen Ordnern gelingt es doch noch, das eine oder andere reinzuschmuggeln, bleibt bloss zu hoffen dass es dem Übeltäter jetzt nicht ähnlich ergeht wie Marco letztes Jahr.
In der Halbzeitpause sang aber wirklich fast jeder begeistert das "lalalala"-Lied und viele Fans hüpften ausgelassen durch die Gegend, darunter auch Michael Meier aus Mainz, der mit seinem Vater nach Lautern gekommen war und daher heute nen Sitzplatz in Block 2 hatte. Ebenfalls am heutigen Tage anwesend waren Kenny2,Sigi,ThoMiFi und OBu. Bei der Wahnsinnshitze ging die Cola in Rekordzeit runter und die Fans schwitzten alle wie verrückt. Die Kieferer Löwen zogen es vor, oberkörperfrei zu supporten und sich in der Sonne bräunen zu lassen. Dazu muss angemerkt werden, dass derzeit wegen dem Umbau der Ostkurve kein Dach auf dieser Seite des Stadions mehr ist und der Auswärtsfan daher wohl am besten mit Sonnenmilch im Gepäck anreist ;))).
In der zweiten Hälfte standen Kai, Marcus und CK neben dem Oberlöwen. Die Mannschaft agierte nun aus einer kontrollierten Defensive heraus, auf Konter bedacht; Lautern rannte mit dem Mute der Verzweiflung und der Unterstützung der Fans auf das Tor an,blieb aber glücklos oder scheiterte am überragenden Hofmann...
Sechzig fuhr so die ersten drei Punkte in dieser Saison ein. Glücklich aber nicht unverdient!
Bei einigen Kontern hätten die Sechzger sogar frühzeitig den Sack zu machen müssen. Der Kampfgeist und der Einsatzwillen waren an diesem Tag einfach spitze, auch das läuferische Engagement der Spieler. Einzig Shao schien wenig lauffreudig und blieb weit unter seinen Möglichkeiten. Und das vor den Augen mehrerer chinesischer Fernsehzuschauer! Die Mannschaft kam dann noch in die Kurve, feierte per LaOla mit den Fans und der ehrgeizige Michael Hofmann, der endlich wieder die Nummer 1 im Tor der Blauen ist, wurde mit Sprechchören gefeiert.
Nach dem Spiel traf CK den Kelly, den er eigentlich noch auf ein Bier einladen wollte, aber die Zusamtaler hatten es leider eilig nach Hause zu kommen. Die Ingolstädter verabschiedeten sich, fuhren zum Feiern an die Weinstrasse und irgendjemand sammelte dann noch Autogramme von Löwenfans für sein Tote Hosen-Shirt (wozu das auch immer gut sein sollte). Zu Fuss ging es zurück zur Ville.
Vor der Ville verabschiedete sich CK dann von seinen Mitbewohnern und begab sich zum "La Storia", wo Marc, Maryse und Serge zusammen mit Eric zu Abend assen. Kurz ein paar Worte gewechselt und dann wieder ab ins Hannenfass um dort noch einen kurzen Plausch mit der Fanclubsektion Schweiz zu führen, die bald die Heimreise antrat. Mit den Kieferern wurde dann noch weitergesoffen und gegen acht Uhr ging es in die Havanna Bar,wo das Treffen mit dem Derbygott angesagt war. Leider Gottes wurden die Löwenfans jedoch von Thomas Riedl versetzt, hatte dieser doch die diamantene Hochzeit seiner Oma ganz vergessen. Schon komisch, dass er nicht früher an diese wichtige Feier gedacht hat, aber was solls. Spass hatten die Fussballfans auch so. Vor allem den Schorsch packt keiner, wenn der mal loslässt. Zwar musste CK sich ungelogen tausende Male ein "Scheiss Franzose" oder ähnliches anhören, verstand ihn auch nur zur Hälfte, aber lustig war es dennoch! Der Typ amüsierte die ganze Bar, machte sich mit nem Küchenarbeiter und ner geilen blonden Bedienung neue Freunde und nötigte Est am Ende sogar noch dazu,sein Bier vor Lachen auszuspucken.
BTW, der Zopf muss ab, schneidet dem Schorsch endlich die Haare! ;)))
Nachher wollten die Fussballfans dann nochmal ins Hannenfass. Dabei wurde CK in ner Nebenstrasse von der Gruppe getrennt und fand die Jungs nach einem Besuch am Dönerstand nicht mehr wieder, u.a.auch wegen der neuen tollen Gästepolitik des Hannenfasses. Der Türsteher wollte nämlich um diese Uhrzeit keine Löwenfans mehr reinlassen,obwohl drinnen nicht viel los war.
Beim Dönerstand traf CK dann Sandra und die Geroldsgrüner. Nach kollektiver Schimpfe übers Hannenfass ging es ins Hard Rock Café, wo der Luxemburger noch einige Löwenlieder anstimmte und auch bei Meat Loaf, AC/DC und Blue Oyster Cult lautstark mitsang. Hier wurde der Löwe eben noch geduldet und hier konnte er sogar billiger schütten als im Fass. Mit einem "1,2,3 Oberkörper frei" entledigte sich CK dann seines T-Shirts, irgendwie hatte aber keiner Bock sich ihm anzuschliessen, ebenso lustig war es Sandras Plüsch-Teufelchen- wie eine Marionette an der Schnur geführt- über den Tisch zur Musik tanzen zu lassen. Als Ärgernis erwies sich bloss ein Pfälzer Kartoffelbauer, der wohl scheinbar nicht verlieren kann und fast ne Schlägerei anfangen wollte. Die Sache wurde jedoch bereinigt. Mit Bernd hätte der Luxemburger eh den richtigen Mann für sowas dabei gehabt, der hat ja schon vor Jahren die Fanfreundschaft mit Köln eigenhändig mitbeendet,*GGG*... Ne geile Brasilianerin mit richtig schön duftenden Haaren lächelte den Lauterer Studenten dann auch noch an, ausser nem kleinen Flirt ging an dem Abend aber nix mehr. CK, Bernd und Sandra gingen zurück zur Ville, während die anderen Geroldsgrüner ihr Hotel aufsuchten.
Am Sonntag morgen verabschiedeten die beiden andern sich dann und so endete die erfolgreich abgeschlossene Operation "Betzesturm", von der vor allem hängen bleibt dass der Slogan der Kieferer Löwen ("You'll never drink alone") absolut der Wahrheit entspricht. Schönen Gruss an dieser Stelle an Est und "seine" Jungs, gez.CK, den ihr "Franzos" geschimpft habt...
14.09.2003. 1.FC KAISERSLAUTERN-SC FREIBURG 2-2
Die roten Teufel hatten nach den beiden peinlichen Schlappen in Stuttgart und Braunschweig einiges gutzumachen.
Die Fans in der Westkurve hatten Spruchbänder dabei, die den zum Erfolg notwendigen Teamgeist und Zusammenhalt in der Mannschaft beschwören sollten. "Become a team-now" war auf einem Spruchband zu lesen,auf einem anderen stand:
"Venez une équipe". Die Leute, die sich für dieses Spruchband verantwortlich zeichneten, hatten jedoch einige Mängel in französisch, denn eigentlich müsste es "Devenez une équipe" heissen.
CK, sein nach Lautern hochgekommener Vater Robert und dessen Freund Patrick sassen in Block J auf der Südtribüne, in Reihe eins
und damit sehr nah am Spielfeld. Die Lauterer begannen zunächst sehr druckvoll, gingen aggressiv in die Zweikämpfe, zeigten endlich
Biss und mannschaftliche Geschlossenheit. Auch einige gute Möglichkeiten ergaben sich, doch das Führungstor wollte nicht fallen.
Dies machten jedoch die Freiburger, nachdem der FCK sich nach seinem anfänglichen Sturmlauf etwas zurückgezogen hatte. Coulibaly war es, der die FCKfans schockte, die ihrerseits aber weiter guten Support ablieferten und das Team nach vorne peitschten.
In der Folge gelang Hristov dann der vielumjubelte und hochverdiente Ausgleichstreffer. Die Freude währte jedoch nicht lange, dann brachte Zeyer den SCF erneut mit 1-2 in Front. Doch bereits vor der Pause schlug Hristov wieder zu. 2-2! Wahnsinn! Vier Tore in einem
Spiel hatte CK schon lange nicht mehr gesehen. Sehr schön!
In der zweiten Hälfte sollten sich die Hoffnungen der FCKfans auf den ersten Heimsieg dieser Saison jedoch leider nicht erfüllen.
Das Spiel verflachte zusehends, dem FCK boten sich fast keine Torchancen mehr, stattdessen wurde Wiese noch ein paarmal von den Freiburgern
geprüft, die an diesem Tag mit ihrem gepflegten Kurzpaßspiel zu überzeugen wussten. Das Spiel endete also 2-2, insgesamt ein gerechtes Remis!
Die wütenden Pfiffe einiger FCKfans in der Westkurve nach Abpfiff waren nach Meinung des Autors jedoch unangebracht und auch überzogen.
Natürlich ist ein Punkt gegen einen direkten Mitkonkurrenten im Kampf gegen den Abstieg zuhause zu wenig, aber die Mannschaft
hatte diesmal Charakter gezeigt und eine deutliche bessere Leistung als in Braunschweig geboten. Beim FCK gefielen CK vor allem Hristov (der
ein erstaunliches Comeback mit zwei Toren erlebte), Kosowski und der leider torlos gebliebene, aber dennoch unermüdlich rackernde und hochmotivierte Nationalstürmer Miro Klose. Fazit: ein passables Spiel, gute Stimmung, insgesamt ein netter Fussballnachmittag!
Nach dem Spiel begab sich CK dann noch zum Bahnhof um die siebenundzwanzigste Ausgabe der "11Freunde" zu kaufen. Auf Gleis vier traf
er dann noch Sandra Blum, die alsbald per ICE die Rückreise nach München antrat. Danach ging es für CK zu Fuss zur Ville und von dort aus mit Patrick und Robert im Wagen zurück in die luxemburgische Heimat.
23.10.2003. 1.FC KAISERSLAUTERN-HERTHA BSC BERLIN 4:2
Einen Tag nach dem unglücklichen und unverdienten 0-1 der Löwen im Münchner Derby gegen den FC Bayern begab sich CK gegen 14:30 Uhr zum Bahnhof um dort Sandra Blum und seinen Vater Robert abzuholen, die beide mit dem Zug aus München bzw. Luxemburg angereist waren. Zu dritt ging es nach einem Besuch im Fanshop den heiligen Berg hoch, wo Robert noch zwei Sitzplätze in Block J für 28 Euro/Stück ergatterte.
Unter der Nordtribüne trafen die drei Fussballfans auf Claudia,die einmal mehr die Teufelsbox stürmen musste ;))). Danach begaben sich die beiden Mädels in ihre jeweiligen Stehplatzblöcke, während CK und Robert ihren Platz in der ersten Sitzplatzreihe in Block J einnahmen.
Die Fans in der Westkurve hielten vor Anpfiff Dreifachhalter mit Namen bekannter FCK-Spieler wie "Liebrich", "Eckel", "Kuntz", "Kadlec", "Briegel" etc. hoch. Dazu gab es ein Spruchband am Zaun mit folgender Aufschrift: "Werdet eurem Erbe gerecht!" Sehr schön!
Die erste Hälfte war grottenschlecht. Beide Teams überboten sich an Harmlosigkeit, dennoch schafften es die Herthaner nach einem katastrofalen Fehler in der Hintermannschaft der Pfälzer durch ein Tor von Rafael in Führung zu gehen. Kurz danach schoss Knavs zu allem Überdruss bei einem Befreiungsversuch auch noch unglücklicherweise den Ball ins eigene Tor. Aus Enttäuschung über dieses bittere Zwischenresultat gab es gellende Pfiffe zur Halbzeitpause.
Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde ein neues Spruchband am Zaun entrollt, auf dem "Harlekins, wer Wind sät wird Sturm ernten" zu lesen war. Dies war eine Nachricht an die Berliner Ultras, die wohl den GL-Banner beim Pokalfinale geklaut und sich bei den FCKfans nicht sehr beliebt gemacht hatten. Bereits in der 47ten Minute markierte der bis dahin total blass gebliebene Miroslav Klose den Anschlusstreffer.
Die Lauterer boten nun eine zweite Hälfte der Extraklasse. Sie gewannen fast alle Zweikämpfe im Mittelfeld und spielten die Herthaner an die Wand. Angriffswelle auf Angriffswelle rollte auf das Tor von Gabor Kiraly zu, dies unter heller Begeisterung des Publikums. Noch zweimal Klose und einmal Tchato mit einer feinen Einzelleistung sorgten mit ihren Toren für einen hochverdienten 4-2-Sieg des Traditionsvereins, der in einem Heimspiel schon lange nicht mehr so überzeugend agiert hatte. Für Huub Stevens, der an gleicher Stelle schonmal mit Schalke ein ähnliches Debakel (eine 3-2-Niederlage nach 0-2-Führung) erlebte, scheint der Betzenberg kein gutes Pflaster zu sein.
Die FCK-Spieler wurden nach dem Spiel nun doch noch frenetisch gefeiert. Und das auch absolut zurecht! CK und Robert begaben sich zum Bahnhof. Letzterer fuhr nun mit dem Zug zurück nach Hause, während der Lauterer Student sich zur Ville begab. Sandra war bereits etwas früher Richtung München aufgebrochen.
17.04.2004. 1.FC KAISERSLAUTERN-FC HANSA ROSTOCK 3-2
An diesem Tag fuhren CK und sein Vater nach Lautern um das Spiel FCK-Hansa Rostock zu besuchen, bei dem gleich vier ehemalige Sechzger auf dem Platz standen: Riedl und Malz beim FCK, Rydlewicz und Max beim FCH. Zwei Stunden vor Anpfiff wurde Thomas aus Koblenz am Bahnhof abgeholt, der bereits heiss auf das Spiel war. Während sein Vater wie immer in Block J Platz nahm, kaufte CK sich für 8,50 Euro ein Stehplatzticket für Block 1.
Im Stadion wurde erstmal ne Bratwurst verspeist und ein Bier getrunken. CK traf noch auf den Fanbeauftragten des FC Hansa, mit dem er kurz quatschte, u.a. wegen dem geplanten Spruchband der Löwenfans am 9.05. in Rostock.
Das Spiel war echt spannend. Erst flog Plassnegger nach grobem Foulspiel mit Rot vom Platz, dann führten die Lauterer 2-0 durch zwei Sonntagsschüsse von Bjelica und Hristov, doch noch vor der Pause erzielte Rydlewicz den Anschlusstreffer. In der zweiten Hälfte ging es weiter hin-und her. Einen unberechtigten Elfmeter verwandelte Rydlewicz zum 2-2, bevor Lokvenc die Gastgeber erneut in Führung schoss. 3-2 !
Direkt im Gegenzug hatte Tjikuzu die Chance zum erneuten Ausgleich, doch der Ball ging knapp vorbei. Max war heute leider nicht erfolgreich. Am Ende fuhr der FCK alle drei Punkte ein, doch die mit 10 Mann aufopferungsvoll kämpfenden Rostocker hätten hier durchaus was reissen können. Da der FCH gut gespielt hatte, waren die Fans dennoch alle zufrieden, applaudierten ihren Spielern (die noch in die Kurve kamen) und verliessen das Stadion. Geil war vor allem ein Fan, der meinte, er sei glücklich trotz der Niederlage, denn "sein" Verein hätte ja gut gespielt und vor allem hätte der FC Bayern ja mal wieder verloren. Auch Thomas war nicht wirklich traurig.
Zur Stimmung im Hansa-Block: teilweise recht laut, gar nicht mal schlecht, aber die üblichen Standardgesänge. Typisch deutsche BL halt! Nicht besser als bei Sechzig. Auffällig war aber, dass unten am Zaun ein Anpeitscher stand, der allein mit seiner Stimme fast den ganzen Block erreichte. Das schafft Marco bei Sechzig nicht mal mit seinem Megaphon. Für Jubel sorgten bei CK allein die beiden Tore des BVB gegen Bayern, die über die Anzeigetafel durchgegeben wurden. Ausserdem konnte er sich ein gewisses Grinsen über das Resultat der Löwen (1-2 im Oly gegen den HSV) nicht verkneifen. Falko Götz musste erwartungsgemäss seinen Hut nehmen, über den ganzen Chaos in der Führungsetage (diesen ganzen intriganten Komödienstadl) kann Löwenfan nur noch den Kopf schütteln und der Abstieg rückt näher. Nur noch einen Punkt auf die Hertha (1-1 in Gladbach)! Der FCK hingegen konnte sich mit seinem Sieg erstmal um zwei Punkte absetzen und muss nächste Woche nach Berlin, während der TSV 1860 beim FCB im Derby antritt. Wäre schön, wenn dort endlich wieder Punkte eingefahren werden würden, um den Roten noch Platz zwei zu verhunzen. Rostock sollte mit 35 Zählern eigentlich nicht mehr wirklich in Gefahr kommen, zumal sie nun zuhause gegen Schalke alles klar machen können.
Nach dem Spiel fuhr CK's Vater gleich wieder heim nach Luxemburg, während der Lauterer Student erstmal Thomas zum Bahnhof brachte, dort noch ein Bier mit dem Rostocker trank und sich von ihm verabschiedete als der Zug nach Bingen bereitstand. Für den Sechzger ging es nach einem netten Fussballnachmittag im Rostockblock in die Ville, gez. euer CK.
7.08.2004. 1.FC KAISERSLAUTERN-1.FC NÜRNBERG 1-3
An diesem Tag besuchten Romain und CK's Vater Robert den Lauterer Studenten und es ging zusammen den Betze hoch. Unter der Nordtribüne wurde erstmal eine Pizza verdrückt, was getrunken und ein bisschen mit Sandra und Claudia geplauscht, die ebenfalls anwesend waren.
Danach betraten die beiden Mädels Block 6 und die Jungs Block J. Erste und leider einzige positive Erkenntnis des Tages: die hässliche schwarz-gelbe Farbe auf der Nordtribüne war verschwunden (tschüss deutsche Vermögensberatung, tschüss BVB-Couleur), endlich wieder knalliges FCK-Rot, wie es sich für den Pfälzer Traditionsverein gehört. Zudem gibt es mittlerweile ne grosse Digitalanzeige zu sehen, die den Countdown zur WM 2006 runterzählt.
Bei der Mannschaftsaufstellung brüllten viele Fans in der Westkurve doch tatsächlich "Carsten Jancker FUSSBALLGOTT " !!! Unfassbar! Noch hat er keine 10 BL-Tore gemacht, noch hat die Bayernsau nichts zu einem Erfolg des FCK beigetragen und trotzdem wird er gleich auf eine Stufe mit einem Olaf Marschall, Stefan Kuntz oder Fritz Walter gestellt? Naja, das verstehe wer will... Oder war das Ironie? Einige Fans im Norden hatten sogar ein Transpi pro Jancker mitgebracht.
Mit Hertzsch, Mikic, Nerlinger und Seitz standen noch vier weitere Spieler in der Startaufstellung, Zandi wurde zur Pause eingewechselt. Der FCK bot also personell ein rundum erneuertes Gesicht, vom Auftreten her allerdings nicht. Die alten Probleme machten sich gleich wieder bemerkbar. Zu lasche Einstellung der Spieler, gravierende Fehler im Defensivverhalten, zu wenig Druck nach vorne, weitestgehend lahme Flügel, harmloser Sturm... Zusammengefasst heisst das soviel wie: "Neue Mannschaft, alte Misere..." So darf man zuhause nicht auftreten. Am Betzenberg muss der FCK, gerade gegen Gegner wie Nürnberg, offensiv agieren, mit Forechecking und Kampfgeist, aber dies taten sie im ersten Spiel der neuen Saison nicht.
Ein umstrittener von Wiese am Ex-Löwen Schroth verschuldeter Foulelfmeter führte zur 0-1-Führung der Clubberer durch Banovic in Minute 12. Einige anständigen Gelegenheiten zum Ausgleich vergab der FCK und so ging es wieder mal in Rückstand in die Pause. In Halbzeit zwei erneut Elfer, diesmal für die roten Teufel nach einem Handspiel eines Nürnbergers im Strafraum. Zandi, der frischen Schwung ins Spiel brachte, verwandelte eiskalt. 1-1 ! Doch bereits im Gegenzug brachteVittek starke Nürnberger erneut in Führung. In der Folge kombinierten die Franken im Mittelfeld nach Belieben, Jaras Mannen standen zu weit vom Gegner weg und liessen sich komplett den Schneid abkaufen. In Minute 84 machte Lars Müller mit dem 1-3 folgerichtig alles klar und der Club schaukelte den Sieg und somit die ersten drei wichtigen Punkte dieser Saison über die Zeit.
Die Stimmung in der Westkurve war teilweise richtig gut. Recht überzeugend auch der Support der Anhänger des FCN, die teilweise auf dem Zaun des Auswärtsblocks hingen. Trotzdem geht da noch viel mehr.
Fazit: Lautern spielte wie ein Absteiger, bleibt zu hoffen, dass sich das in den nächsten Spielen, gerade zuhause, wieder ändern wird. Dabei wird es sicher von Vorteil sein, wenn Engelhardt nach Ablauf seiner Sperre die Führung in der Abwehr übernehmen wird. Auch Amanatidis war sicherlich ein nicht unwichtiger Ausfall, doch dererlei Ausreden dürfen selbstverständlich nicht zählen.
Nach dem Spiel ging es zu einem gemeinsamen Abendessen. Dann fuhren Romain und Robert wieder nach Hause und CK begab sich in die Ville zurück. Und wieso dieser Bericht jetzt online ist, weiss der Autor auch nicht. Eigentlich sollte zu diesem Grottenkick eher geschwiegen werden, das wirklich wichtige Spiel folgte eh erst am Tag danach. 1860-Haching im Sechzger Stadion, dazu mehr in der München-Rubrik, liebe Leser, gez. CK.
2.10.2004. 1.FC KAISERSLAUTERN-HERTHA BSC BERLIN 0-2
Was gibt es hier zu schreiben ? CK und sein Vater Robert fuhren an diesem Tag nach Lautern hoch, holten bei Heiner noch einige Sachen aus CK's Ex-Zimmer ab und begaben sich dann zum Betze wo sie in Block J dem Spiel gegen Hertha BSC beiwohnten. Kaiserslautern war gar nix. Das Spiel war richtig schlimm, schlimmer als gegen Nürnberg. Grottenschlechter Kick. NULL Torchancen in HZ 2, nur zwei in HZ 1. Lautern- die Heimmacht der Liga? Früher mal, ja. Aber heutzutage treten sie viel zu passiv und leidenschaftslos an. Kein Biss, kein Engagement, null Spielfluss...Hertha war nicht viel besser, das war das Schlimmste. Aber Falkos Jungs gewannen recht leicht und keineswegs unverdient mit 0-2 durch Tore von Nico Kovac und Christian Müller. Der FCK steht somit wieder auf einem Abstiegsplatz. Business as usual also. Fuck it !
Geil war jedoch das Treffen mit Bima, Heiner und Marcus nach dem Spiel bei Jochen im Hard Rock Café. Schreit nach Wiederholung, wenn der Autor dieses extremen Kurzberichtes mal wieder vor Ort sein wird. Danach ging es im Wagen heim nach Luxemburg, wobei noch unterwegs an einer Raststätte gegessen wurde. Und wieso dieser Pseudo-Bericht jetzt wirklich online ist, kann der Autor euch auch nicht sagen.
Laut Zandi sind übrigens die Zuschauer schuld an den Heimpleiten. Klaro, halt einfach das Maul, scheiss Fussballprofi, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ob die "Jara raus"-Rufe hätten sein müssen, darüber kann man streiten, aber die ironischen "Oh wie ist das schön"-Gesänge der Fans in HZ zwei waren mehr als berechtigt.
12.02.2005. 1.FC KAISERSLAUTERN-HANSA ROSTOCK 2-1
An diesem Tag wachte CK recht fertig auf und er ging erstmal duschen. Am Vorabend hatte er immerhin ein Essen mit den sechs Jungs seiner alten Abiklasse gehabt, bei dem auch ein paar Bierchen getrunken wurden.
In Kaiserslautern angekommen, ging es gleich den Betze hoch. FCH-Thomas hatte unter die Woche die Grippe erwischt und konnte daher an diesem Tag leider nicht in die Pfalz kommen. Unter der Südtribüne assen CK und Robert erstmal ne Pizza und es wurde Cola getrunken. Mit der VersandApo hatte der FCK wohl einen neuen Sponsor an Land gezogen, denn es wurden Päckchen Taschentücher mit deren Werbung gratis verteilt. Auf jedem Taschentuch war ein roter Teufel abgebildet, der einem weinenden Spieler von Rostock ein Taschentuch reichte. Aufschrift "...wir wollen keine Tränen sehen... Taschentücher gibt's von... VersandApo.de- Die Apotheke". ;)))
Seitz traf bereits in der fünften Spielminute zum 1-0 für die roten Teufel. Mit diesem Resultat ging es auch in die Halbzeitpause. Die Hansestädter ernteten hämische Spottgesänge wie "Wir singen: Rostock, Rostock zweite Liga, oh wie ist das schön euch nie mehr zu sehen!". Dazu schwenkten die FCKfans die Taschentücher des neuen Sponsors, *GGG*.
In der Halbzeitpause DER Schock: ein Blechteil an der Seite des Südtribünendachs löste sich und wurde durch den starken Wind auf das Spielfeld Richtung Mittelkreis geweht, wo gerade die Ordner um einen ausgebreiteten Sponsorenteppich herumstanden. Ein älterer Ordner wurde von dem Teil am Hinterkopf getroffen, fiel zu Boden und blieb erstmal benommen liegen. Die Sanitäter kamen gleich gerannt. Überraschenderweise konnte der arme Kerl nach einiger Zeit doch noch selber aufstehen und den Innenraum des Stadions auf eigenen Beinen verlassen. Wie sich nach einer medizinischen Untersuchung später herausstellte, wurde er nur leicht verletzt, Gott sei Dank ! Nochmal Glück im Unglück ! Die Lauterer Westkurve feierte den Mann mit "Lauterer geben niemals auf"-Sprechchören. Anscheinend war ein weiteres Teil am Stadiondach lose und aus Sicherheitsgründen wurde der Wiederanpfiff des Spiels erstmal verschoben. Die Spieler blieben vorerst in den Kabinen. Ein Teil der Fans in Block 6 wurde rüber nach Block J evakuiert. Die zweite Hälfte wurde mit ein paar Minuten Verspätung angepfiffen. Später, als der Ball schon wieder rollte, musste auch der untere Bereich von Block J geräumt werden und die betroffenen Leute, darunter auch Robert und CK (die die Treppe rasch hoch eilten) mussten sich den Rest des Spiels aus dem obersten Teil des Blocks ansehen, wo fast alle Sitzplätze freigeblieben waren. Die Feuerwehr rückte an und zwei Männer wurden auf der Plattform eines Krans hochgefahren. Dies unter Anfeuerungsrufen der FCKfans. Sie versuchten das scheinbar gefährliche Teil abzumontieren, welch Spektakel auf der Baustelle Fritz-Walter-Stadion ! Zeitweilig starrten die Zuschauer mehr auf die Feuerwehrleute als auf das Spiel. Das Teil erwies sich als recht hartnäckig und war wohl doch nicht im Begriff sich wie Blechteil Nummer eins gleich zu lösen. Entwarnung also !
Fussball wurde auch noch gespielt, Hansa verlor schlussendlich mit 2-1 am Betze. Zandi traf per Kopfball für den FCK, Prica besorgte den Rostocker Ehrentreffer. Ein verdienter Sieg für den Gastgeber, der das Spiel bis auf ne Schwächephase am Ende (als die Nerven sich wieder zu Wort meldeten) weitestgehend kontrollierte, mehr Torchancen hatte und somit die drei Punkte für sich verbuchen konnte. Die Hansafans erwiesen sich im Übrigen einmal mehr als sympathische Volksgenossen, denn sie machten bei einer durchs Stadion schwappenden LaOla unbekümmert mit ;)
Nach dem Spiel fuhr Robert mit dem Zug zurück nach Hause. CK begab sich erstmal zu Heiner und Kai in die Ville, bevor es für den Luxemburger dann abends mit Heiner ins Hard Rock Café auf ein paar Weissbier ging. Jürgen war natürlich wieder da, ebenso wie zwei weitere sympathische FCKfans. Heiner stattete im Laufe des Abends dem Cotton Club noch einen Besuch ab, kam später dann wieder. Marcus und Bima kamen auch im Laufe des Abends noch vorbei und es wurde sehr lustig.
Am Sonntag morgen fuhr CK mit dem Zug nach Saarbrücken, von dort mit dem Bus nach Luxemburg-Stadt und wieder mit dem Zug nach Belvaux-Soleuvre. Zum Mittagessen war er wieder im trauten Familienheim angekommen, wo ein tolles Wochenende nett ausklang.
13.08.2005. 1.FC KAISERSLAUTERN-MSV DUISBURG 5-3
Am Samstag morgen gegen halb elf ging es los. CK und sein Vater Robert fuhren mit dem Auto nach Kaiserslautern, wo sie trotz kleinerer Staus wegen Baustellen auf der Autobahn zur Mittagszeit ankamen. Der Wagen wurde vor der Pfalzgalerie geparkt. Zu Fuß ging es nun zum Fanshop.
Robert kaufte sich noch das neue Heimtrikot des 1.FCK und schon ging es den Berg hoch zum Fritz-Walter-Stadion. Im übrigen eins der wenigen BL-Stadien, das noch nicht nach einem doofen Sponsor benannt ist, sondern nach einer Pfälzer Spielerlegende. Sehr löblich ! Block J heisst übrigens seit dieser Saison nicht mehr "Block J", sondern "Block 4.1". Wegen der WM 2006 wurden die Sitzblöcke alle umbenannt. Zudem kosten die Sitzplätze in 4.1 nun 33 statt der bisherigen 29 Euro. Also glatt 4 Euro mehr. Eine starke Preisinflation !
Unter der Nordtribüne wurde ne Pizza gegessen und Mineralwasser getrunken. Frisch gestärkt begaben sich unsere beiden Protagonisten daraufhin zu ihren Sitzplätzen in Block 4.1., Reihe 1. Die FCKfans in der Westkurve boten eine nette Choreo mit weissen und roten Papptafeln, dazu wurden die Spruchbänder "Westkurve" und "Der Glanz versteckt unter Staub und Dreck" präsentiert. Die Stimmung war das gesamte Spiel über recht gut, trotz des fehlenden Westkurvendaches. Die FCKfans boten also einen ansprechenden Support. Aber auch die MSV-Fans im Osten waren lauter, als CK ursprünglich von ihnen erwartet hatte. Hut ab vor der vierten Kraft im Pott !
Der Ex-Lauterer Georg Koch wurde beim Einlaufen von den FCKfans mit reichlich Applaus bedacht, eine sehr nette Geste, die den MSV-Torwart sicherlich freute. Gerade einmal 111 Sekunden waren gespielt, da brandete erstmals Jubel im Stadion auf. Nach einer schönen Kombination ausgehend von Carsten Jancker am linken Flügel über Jochen Seitz und Ciriaco Sforza nahm Halil Altintop den Ball mit der Brust an und verwertete aus sechs Metern trocken mit seinem zweiten Saisontreffer zur 1:0-Führung. Auftakt nach Maß für den FCK! Die Lauterer drückten nun auf das Tempo und agierten weiter selbstbewusst, allen voran Altintop, der ein stetiger Unruheherd war. Wie aus dem Nichts erzielten die Gäste jedoch mit ihrer ersten ernst zu nehmenden Torchance den Ausgleich: Nach einem Freistoß von Ivica Grlic herrschte in der FCK-Abwehr Uneinigkeit, der Ball kam zu Uwe Möhrle, der den Ball aus fünf Metern an Macho vorbei ins Tor schob (21.). Der FCK ließ sich jedoch nicht verunsichern und machte weiter Druck. In Minute '27 schlug Ervin Skela einen Freistoß in Richtung Strafraum, Marcelo Pletsch verlängerte per Kopf und Hervé Lembi hob den Ball mit dem Außenrist im Stile eines Kung-Fu-Kämpfers aus fünf Metern in die Maschen. 2:1 für den FCK ! Die roten Teufel vergaben in der Folge weitere Torchancen. Mit einer verdienten, aber knappen Führung ging es in die Kabine.
Auch in Halbzeit zwei bestimmte zunächst der FCK das Spielgeschehen. Nach einem Eckball landete der Ball an der Strafraumgrenze bei Altintop, dessen Schuss wie ein Strich im Duisburger Gehäuse zur 3:1-Führung einschlug (58.). Doch den Duisburgern gelang erneut ein unerwarteter Treffer. Vom eingewechselten Klemen Lavric kam der Ball zu Uwe Möhrle, der aus elf Metern nahezu unbedrängt seinen zweiten Treffer erzielte (62.). Die Lauterer wirkten nun nicht mehr so souverän und wurden bestraft. Abdelaziz Ahanfouf erzielte per Grätsche aus kurzer Distanz den Ausgleich gegen die nachlässige Lauterer Verteidigung (66.). Verrückte Partie am Betzenberg! Nur 120 Sekunden später erzielte der eingewechselte Boubacar Sanogo die erneute Lauterer Führung, als zunächst sein Kopfball von Alexander Bugera an die Latte gelenkt wurde, im Nachschuss der Spieler von der Elfenbeinküste aber entschlossen verwertete (68.). Torchancen gab es nun auf beiden Seiten, das Spiel ging hin und her. Sehr unterhaltsam, guter BL-Fussball !
Ervin Skela schickte schlussendlich Halil Altintop aus der eigenen Hälfte, der zog nach innen und erzielte cool seinen dritten Treffer (80.). 5-3, der Endstand in einem packenden mitreissenden Spiel ! Der FCK feierte somit eine gelungene Heimpremiere. Die Fans dürfen schon gespannt darauf sein, wie es in dieser Saison weitergehen wird.
Nach dem Spiel fuhr Robert mit dem Auto nach Hause. CK stattete der Ville einen Besuch ab. Erst klingelte er bei Kai, bei dem er ungefähr zwei Stunden blieb. Die beiden Kumpels hatten sich recht viel zu erzählen. Nachher ging es zu Heiner, der in Marcus'Zimmer fern schaute. Marcus selbst war zur Zeit bei seiner Freundin in Lübeck im hohen Norden und hatte Heiner seinen Wohnungsschlüssel überlassen. Im TV lief "Mean Machine", ein lustiger Film über ein Fussball-Spiel zwischen Wärtern und Gefangenen im Knast. Als der Film zu Ende war, begaben sich Heiner und CK ins Hannenfass, welches mittlerweile dem Besitzer vom Delphi gehört und längst wiedereröffnet wurde.
Im Fass waren auch Harry (im alten Lanciatrikot), einige FCK-Anhänger und noch ein paar nette Duisburger. Mit einem unterhielt sich CK länger über die Fanszene des MSV, das neue Stadion, die Kneipenszene in Düsseldorf und auch über laute Musik, denn der Kerl war Metaller. Am Ende des Gesprächs gab das Zebra dem Löwen seine Adresse und Handynummer mit den Worten: "Falls ihr mal anlässlich eines Spiels von 1860 nach Duisburg kommen wollt, könnt ihr gerne bei mir übernachten." Geil ! In der Folge wurden noch Lieder angestimmt und Bierchen getrunken. Harry erzählte zudem, dass sein Vater beim 4-1 der Löwen gegen Rostock in der neuen AllianzArena gewesen sei. Und ja, die Infrastruktur des Stadions sei wahrlich alles andere als optimal. Sowas hört man als subversiver ewig Gestriger doch immer wieder gerne ;-)
Im Fass waren auch einige geile Mädels. Harry war in seinem Element und flirtete mit einigen rum. Er war jedoch nicht gerade erfreut als plötzlich eine Schlampe auf ihn losstürmte und ihm ungefragt die Zunge in den Mund steckte. Noch weniger erfreut war er allerdings darüber, dass deren amerikanischer Freund zu ihm kam und irgendwas von nem Dreier lallte. Das war dem guten Harry nun schlichtweg zu asozial. Aber den Kerl wurde er gottseidank los.
Gegen zwei Uhr verliessen CK, Harry und Heiner das Fass und betraten das Hard Rock. Heiner blieb allerdings nicht lange und begab sich nach Hause, noch bevor er sein erstes dunkles Weissbier ausgetrunken hatte. Er war wohl schon ziemlich fertig, hatte er doch bisher am meisten getrunken. Harry und CK blieben noch bis zur Sperrstunde um fünfe, wobei ersterer zeitweise auf dem Tresen ein Nickerchen hielt :D Auch Jürgen Metzger schaute noch vorbei und war wieder gut in Form. Nach mehrmaligem Singen von "Sechzig und der FCK" wurden er und CK zur Ruhe ermahnt. Bei guter Musik und gutem Weissbier klang der Abend schliesslich aus. Während für Jürgen vermutlich ein Taxi bestellt wurde, begab sich CK zu Fuß zum Bahnhof. Harry seinerseits besuchte noch ein Mädel, welches ihm per SMS mitgeteilt hatte, dass er doch vorbeikommen sollte um sie zu fesseln und ihr ins Gesicht zu spritzen. Eine solch devote Einladung zum Sex schlägt ein Löwenfan nicht aus ;D
Um 5:58 Uhr fuhr CK mit einem RE nach Saarbrücken, von wo aus es per CFL-Bus und Regionalzug nach Belvaux-Soleuvre weiterging. Kurz nach zehn Uhr am Sonntag morgen war der Luxemburger wieder zuhause bei seiner Familie.
Fazit der Reise: unterhaltsames Spiel am Betzenberg, netter Besuch in der alten Wahlheimat, alte Kumpels wiedergetroffen, schön ein paar Bierchen bei guter Musik und interessanten Gespräch getrunken, so lässt es sich am Wochenende leben ! In dem Sinne bis zur nächsten Fahrt in die "Studentenstadt" Kaiserslautern !, gez.euer CK.
22.09.2006. 1.FC KAISERSLAUTERN-TUS KOBLENZ 4-3
Gegen halb drei wurde CK von seinem Vater am Bahnhof in Luxemburg-Stadt abgeholt. Im Mazda saß bereits Romain Laux, der ebenfalls mit nach Kaiserslautern fuhr. CK hatte sich an diesem Nachmittag wie seine beiden Begleiter freigenommen um dem Heimspiel des 1.FCK gegen den Aufsteiger aus Koblenz beizuwohnen. Die roten Teufel waren ja letzte Saison leider in die zweite Liga abgestiegen und kämpften nun um den Wiederaufstieg in die Eliteklasse. Es versteht sich von selbst, dass in einer solchen Situation gegen einen Aufsteiger aus der Regionalliga drei Punkte Pflicht sind. Dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen unserer Protagonisten.
Gegen halb fünf parkten sie bei der Ville und begaben sich zu Fuß zum Stadion. Unterwegs betraten sie noch den Fanshop, in dem sie gleich Sitzplatzkarten für Block 4.1. (ehemals Block J) kaufen konnten. Im Stadion selbst wurde erstmal ne Pizza verdrückt und CK genehmigte sich ein Feierabend-Bierchen. Eine halbe Stunde vor Anpfiff ging es in den Block.
CK war zum ersten Mal im fertig umgebauten Fritz-Walter-Stadion und staunte nicht schlecht über die neue Westkurve. Es gab keine Zäune zwischen den einzelnen Blöcken mehr, sehr schön ! :-) Zudem war die neue Kurve keineswegs zu groß, sondern vielmehr prall gefüllt und in ihrer Grösse so beeindruckend wie sonst in Deutschland nur die Dortmunder Südtribüne. Selbst CK, der- den WM-Umbau betreffend- mehr als skeptisch gewesen war, musste nun zugeben, dass das neue Stadion mehr als geil war. Insgesamt hatten ca. 40 000 Zuschauer den Weg zu diesem Zweitligaspiel gefunden, eine beeindruckende Zahl, vor allem für ein Flutlichtspiel am Freitagabend !
Zum Spiel: der FCK dominierte zunächst, konnte aber einige gute Chancen zur verdienten Führung nicht verwerten. Das rächte sich bald, denn Koblenz gelang bei einem Konter das 0-1 durch Sukalo. Doch es kam noch dicker. Noch vor der Pause erhöhte Ziehl auf 0-2. Die Zuschauer am Betze waren konsterniert. CK hingegen blieb ruhig und meinte, dass der FCK das Spiel schon noch drehen würde. Er sollte recht behalten, obwohl auch er nicht gedacht hätte, dass die roten Teufel dies so schnell schaffen würden. Innerhalb von 16 Minuten gelang es ihnen in der zweiten Spielhälfte, aus dem 0-2 ein 3-2 zu machen. Koblenz wurde regelrecht überrannt, die Lauterer gaben Vollgas. Vor allem der junge Bohl (an diesem Tag zweifacher Torschütze) wusste zu gefallen. Bei Dahams 4-2 schien das Spiel entschieden zu sein, doch Koblenz gab sich nicht auf und verkürzte nochmal auf 4-3. Kaiserslautern zitterte, doch am Ende ertönte der erlösende Schlusspfiff und der verdiente Heimsieg war endgültig eingefahren. Das Team und Trainer Wolfgang Wolf kamen nun in die Fankurve und wurden frenetisch gefeiert.
Unsere drei Helden begaben sich in der Folge zurück zum Auto. Für Gelächter unterwegs sorgte eine Blondine, die es geschafft hatte, mit ihrem Auto trotz Polizeiabsperrungen zur Eisenbahnbrücke zu fahren und just davor nun inmitten Scharen von FCKfans gestrandet war. Ausser die Hände vor den Kopf schlagen konnte sie nix mehr tun. Frauen ;-)
12.03.2007. 1.FC KAISERSLAUTERN-TSV 1860 MÜNCHEN 2-1
Am Samstag vorher war CK bereits ins Saarland aufgebrochen um dort Rolf zu besuchen. Er besichtigte dabei u.a. die Spicherer Höhen auf denen eine bedeutende Schlacht im deutsch-französischen Krieg von 1870/1871 stattfand. Gegen 15:20 Uhr brachen unser Protagonist und sein Gastgeber am Montag aus Saarbrücken mit dem Auto gen Kaiserslautern auf. Kurz nach 16 Uhr war das Fahrtziel erreicht, Rolf parkte am Studentenwohnheim in der Villenstrasse und begab sich mit dem Luxemburger erstmal in die Fussgängerzone. Nach einem kleinen Spaziergang wurde die Alte Münz in der Mühlstrasse angesteuert. Dort hatte sich CK mit ein paar anderen 1860fans verabredet. Rolf und er bestellten gleich mal ein Andechser Doppelbock. Dieses Bier vom heiligen Berg der Bayern schmeckt einfach köstlich ! :-)
Nacheinander trudelten Harry und ein Kumpel seinerseits, der Zahlenlöwe sowie Sebastian und Mathias Haas aus Ludwigshafen ein. Gemeinsam wurde viel debattiert, vor allem über die derzeitige Vereinspolitik bei Sechzig, den Präsidentschaftskandidaten Otto Steiner, Geschäftsführer Stefan Ziffzer, der ja von vielen Löwenfans als "rotes U-Boot" betrachtet wird, die pro1860-Kandidaten Wettberg und von Linde, die Beantragung einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung im Falle einer negativen Kampfabstimmung im Aufsichtsrat usw. CK und auch die Anderen waren mehr als wütend über die Vorfälle der letzten Zeit und so war es gut, dass bald Fussball angesagt war um mal kurzfristig auf andere Gedanken zu kommen und sich dem Ball auf dem grünen Rasen zu widmen.
Rolf entschied sich dazu, nicht zum Spiel mitzugehen und er fuhr mit dem Auto zurück nach Saarbrücken. Ohne ihn brach der Troß zum Betzenberg auf. Unterwegs wurden schon vereinzelt Lieder angestimmt, u.a. auch die Hesper Kutsch, das zotige Luxemburger Studentenlied. Am Stadion angekommen, begaben sich Harry, sein Bekannter und CK erstmal zum Kartenservice am Osteingang, von wo aus sie zu nem anderen Ticketservice hinter der Südtribüne verwiesen wurden. Dort wiederum war die vorher getätige Kartenbestellung wegen nicht rechtzeitig erfolgter Bezahlung der Karten wieder gelöscht und die betreffenden Karten in den freien Verkauf zurückgelegt worden. CK und seine zwei Begleiter erstanden dann aber doch noch 2 Tickets für den Gästeblock (17.1.) Sebastian und sein Bruder waren wohl bereits ins Stadion hinein verschwunden.
Zufrieden verdrückte CK gleich mal eine Bratwurst und er trank mit Harry ein Bier. Als unser Protagonist später mit seinem Rucksack das Fritz-Walter-Stadion von der Südostseite aus betreten wollte, wurde dieser gefilzt. Ergebnis: zuviele mögliche Wurfgeschosse. Klar, Sachbücher sind ja auch zum Werfen auf den grünen Rasen da und nicht zum Lesen. Der Rucksack musste jedenfalls in einem Bus am eigentlichen Gästeeingang auf der Nordostseite abgegeben werden. Also lief CK zur Nordostseite zurück. Dort fand er auch den Bus und gab seinen Rucksack gegen eine Nummernmarke ab. Ein Danke schön an dieser Stelle auch an die KSC-Fans, die heuer in Kaiserslautern ordentlich Rabatz gemacht haben und wegen denen die Sicherheitsvorschriften sicher nochmal verschärft wurden :-(
Jetzt aber endlich rein ins Stadion ! Doch was sahen CK's Augen denn da ? Ein sichtbar angetrunkener Löwenfan lag auf dem Boden und über ihm knieten 5, 6 Polizisten, weitere standen noch herum und sahen dem Spektakel zu. Der Löwenfan schrie und brüllte wie am Spiess. "Wo ist Dein Ausweis ?" wollte ein Grüner wissen, doch der Typ gab keine Antwort und schrie nur, dass er nix getan habe und man ihn freilassen solle. Mehrmals versuchten die Polizisten ihn aufzuheben, doch er wehrte sich und wurde daraufhin wieder zu Boden gedrückt. CK fragte einen anderen Sechzger, was denn passiert sei, aber der wusste auch nicht bescheid. Der Luxemburger betrat nun das Stadion, wo ihm Christian aus Velbert über den Weg lief. Jenen machte er gleich mal auf die Bullen-Action draussen aufmerksam. Sehr spannend. 15 Grüne gegen einen renitenten Löwen, man könnte fast meinen, ein El Kaida-Terrorist würde da verhaftet werden ;-) Der Zahlenlöwe stand bei OBu und Löwenbomber rum. CK wandte sich gleich mal an den neuen Fanbeauftragten des TSV, dessen Aufgabe bestand ja durchaus auch darin sich um sogenannte "Problemfans" zu kümmern und ein Bindeglied zwischen Fanszene auf der einen Seite und Polizei sowie Sicherheitskräften auf der anderen Seite darzustellen. Daraufhin begab sich der Bomber nach draussen um die Grünen mal zu fragen was denn passiert sei. Damit hatte CK seine Schuldigkeit getan und bestellte sich am Bierstand mal das nächste Bier, bevor er sich in den Block zum Zahlenlöwen und den beiden Ludwigshafenern hinstellte. Dort befand sich auch der Präsident von pro1860, Steffen aus Lippstadt, der angeblich bereits einen Schlag von einem anderen Löwenfan verpasst bekam, weil er sich erdreistet hatte, Ziffzer rauszuschreien. Unglaublich !
Die FCKfans hatten ne geile Choreo vorbereitet. Eine FCK-Blockfahne und daneben eine 1860-Blockfahne. Darunter ein Spruchband: "Tradition verbindet !" Sehr geil ! Bereits vor dem Spiel feierten Fans beider Vereine zusammen auf einem grösseren Fanfest. Die Renaissance der grössten Fanfreundschaft Deutschlands ? Wieso nicht ... Geil auch, dass am Betze anscheinend neuerdings Manowar vorm Spiel läuft, sehr geil !
Heute fand das erste Spiel der "Adios Schoko"-Tour statt, nach der Saison wird Schachner ja vom bisherigen Amateurtrainer Marco Kurz als Coach abgelöst. Zu CK's Überraschung ging der TSV 1860 durch Göktan mit 0-1 in Führung. Großer Jubel ! Die 1860fans lieferten nen richtig geilen Support heute ab. Kein Vergleich mit der Friedhofsatmosphäre in Offenbach vor fast zwei Monaten. Sehr schön ! Doch Kaiserslautern erzielte leider postwendend durch Ziemer den Ausgleich. 1-1 am Betzenberg ! Die Westkurve bebte. Lippstädter stimmte nun mehrmals subversive Sprechchöre an. "Ziffzer raus!" Versteht sich von selbst, dass CK, Sebastian und ein paar Andere gleich mitmischten. Doch auch der eigene Verein wurde ordentlich nach vorne gepeitscht. Heute war ein Remis oder sogar mehr in der Pfalz durchaus drin :-)
In der Halbzeitpause wurde wieder neues Bier getankt und das alte bereits Verwertete am Pissoir wieder rausgeschifft. Erneut wurde "Ziffzer raus" gebrüllt, woraufhin Steffen erneut vom gleichen Täter einen Schlag abbekam. Auch auf CK wollte einer los, doch die Lauterer Ordner griffen sofort ein und beruhigten zusammen mit anderen Löwen die Angreifer. Toll, was manche Leute für eine Einstellung bzgl. Meinungsfreiheit haben. Vielleicht sollte man die mit einer Zeitmaschine nach 1933 schicken ! Unfassbar ! Nein, keiner muss solche Sprechchöre wie "Ziffzer raus" gutfinden, aber sie gewaltfrei akzeptieren, sollte doch wohl drin sein. Wenn jemand was schreit, was dem Autor dieses Berichtes nicht passt, geht er zum Übeltäter hin und sucht den Dialog, Schläge sind nur die Argumente von armseligen Menschen. In der Folge wurde von den Agents Provocateurs weiter trotzig "Ziffzer raus" gebrüllt. Es war wie früher, als Wildmoser rausgeschrien wurde. Es gab Ärger ! Doch das war nur ein Grund mehr sich den Mund nicht verbieten zu lassen, sondern dagegen zu halten. CK sang "Ziffzer ist ne Bayernsau" und ein Anallied mit Ziffzer und Hoeness wurde auch noch erfunden. Auch wurde mehrmals "Tod und Hass dem FCB" gebrüllt. Die Halbzeit zwei lief bereits wieder, als Sebastian und CK sich endlich zurück in den Block zu Harry begaben. Steffen schwor Revanche wegen dem Angriff, aber die blieb ihm verwehrt, denn der gewalttätige Depp (nennen wir ihn einfach mal "Ziffzgerfan") wurde nach dem Spiel von Ordnern abgeführt, vermutlich hatte er sich erneut irgendwie daneben benommen. Die restliche Spielzeit wurde durchgesungen, auch "Grünwalder Stadion" wurde mehrfach angestimmt. Oder "60 und der FCK". Lautern gewann durch Meißners Kopfballtor leider noch etwas glücklich mit 2-1. Trotzdem war es aufgrund der vielen sympathischen Löwenfans ein toller Abend mit rundum viel Spass in einem echten richtig geilen Fussballstadion statt einer seelenlosen Plastikarena. Kraiburger stiebitzte dem Luxemburger nach dem Abpfiff noch Bier aus dem Becher, Sebastian und Mathias verabschiedeten sich und traten die Abreise an. CK quatschte in der Folge noch ein wenig mit dem Zahlenlöwen, doch dann musste auch dieser bereits die Rückfahrt antreten.
CK begab sich nun ins Hard Rock Café. Vorher genehmigte er sich aber noch einen Döner. Im Hard Rock waren auch Marcus, Harry, CK's Ex-Freundin Leona alias Christiane G. und Claudia D. Es wurde noch so einiges erzählt. Auch Besitzer Jochen sprach CK kurz auf die Löwen an und meinte, nächste Saison würde es ja kein Löwenspiel am Betze geben, da der FCK ja wieder aufsteigen würde und Sechzig leider nicht.
Harry erzählte einen herrlichen Witz mit lustigen Kalauern. Der ging ungefähr so: Der Chef einer grossen Firma, Herr Kohn, will eine neue Sekretärin einstellen. Drei Frauen haben sich um den Posten beworben und er will nun prüfen, welche vokabulartechnisch am meisten draufhat und am schnellsten ein Wort findet. Er lässt die erste Frau eintreten und sagt: "So, Frau Müller, ich heisse Kohn, ich will nun dass sie einen Begriff erraten, in dem "Ko(h)n" als Silbe vorkommt, ich werde ihnen einen kleinen Hinweis geben und hoffe, dass Sie den Begriff schnellstmöglich erraten werden, alles klar ?" Frau Müller nickt. Herr Kohn nimmt einen Fussball aus dem Aktenschrank und lässt ihn erst auf seiner Fußspitze tanzen, dribbelt dann an Frau Müller vorbei und lupft den Ball in den Papierkorb. Frau Müller ist ratlos. Herr Kohn schüttelt den Kopf. "Tut mir leid, Frau Müller, das war es dann wohl für Sie. Dabei habe ich es Ihnen doch so leicht gemacht mit dem Ball. Ich hab einfach nur das Wort Balkon gesucht." Frau Müller errötet und zieht enttäuscht von dannen. Nun betritt Frau Schmidt den Raum. Herr Kohn erklärt ihr wieder worum es bei dem Test geht und Frau Schmidt nickt. Diesmal greift sich Herr Kohn ein Zepter aus einer Schublade und schwingt damit wild um sich, während er auf seinem Ledersessel wie ein Patriarch hockt. Frau Schmidt sieht ein, dass sie für den Job nicht gemacht ist und gibt auf. "Schade, Frau Schmidt, dabei habe ich nur das Wort Konzept gesucht !" Nach der Frau Schmidt betritt nun eine geile Blondine den Raum, deren Namen Herr Kohn zwar leider vergessen hat, die aber nur knapp bei "Deutschland sucht das nächste Topmodel" gescheitert ist. Herr Kohn erzählt wieder worum es geht, die Blondine hört aufmerksam zu und nickt. Als Herr Kohn sich aus dem Sessel erheben will, springt die Blondine plötzlich auf den Tisch, zieht ihren Schlüpfer aus, hebt den Rock hoch und führt einen Bauchtanz auf. Herr Kohn ist verdutzt. Nun springt die Blondine auf ihn und reibt ihre Muschi gegen sein Gesicht. Herr Kohn ist völlig begeistert, aber weiss nicht was er tun soll. Die Blondine ist völlig enttäuscht und meint: "Aber Herr Kohn, das Wort was ich mir ausgedacht habe, war doch leicht zu erraten: LEXIKON !!! :D :D :D
Der Luxemburger schlug in der Folge einen Schlafplatz bei Claudia heraus. Woraufhin der Harry irgendwas von "Lexikon" faselte und Claudia meinte, sie kenne das Lexikon auswendig. CK's Kommentar dazu: "Naja ich kann auch Luxemburger Umlaute schreiben, die Du sicher nicht kennst" ;-) Herrlich doof wurde also wieder zusammen rumgebabbelt. Leona war die Erste, die müde war und ins Bett verschwand. Claudia, CK und Marcus verliessen gegen ein Uhr das Hard Rock. Marcus begab sich zur Ville, Claudia und CK zu Claudias neuer Wohnung, wo der Luxemburger seinen Rausch ausschlafen konnte. Auf der Couch sprangen jedoch zwei krawallmachende Kater rum :D Harry blieb im Hard Rock für mindestens eine weitere Partie Hackersche und er wird sicher wieder genug Bier dabei gezockt haben, er ist ja ein guter Tischfussballer.
Nach ein paar Stunden angenehmen Schlafs wurde CK gegen neun Uhr wach. Er verabschiedete sich von seiner Gastgeberin und begab sich zu Fuß zum Bahnhof, von wo aus er mit dem Zug über Saarbrücken und Trier nach Hause fuhr. So endete eine lustige Auswärtsfahrt, die richtig Spass gemacht hatte. Einziger Wermutstropfen: die Fast-Schlägerei mit den "Ziffzer-Fans", aber darüber wurde bereits genug geschrieben. In dem Sinne: auf die Löwen und aufs Grünwalder Stadion, bis zum nächsten Mal, wenn wieder irgendwo in Deutschland "die Firma 1860" um viel Geld spielt und der Dottore rausgesungen wird, gez. euer CK.
18.05.2008. 1.FC KAISERSLAUTERN-1.FC KÖLN 3-0
An diesem glorreichen Tag fuhren Robert und sein Sohn spontan nach Kaiserslautern um dort dem Endspiel gegen den 1.FC Köln beizuwohnen. Es war erst das zweite
Saisonspiel, dem sie heuer beiwohnen sollten nach dem Besuch beim 2-1 über Alemannia Aachen ein paar Wochen zuvor (darüber gab es keinen Bericht auf
dieser Page.) Das Spiel war zwar bereits ausverkauft, doch unsere beiden Protagonisten hofften noch auf Karten auf dem Schwarzmarkt. Sollten die Preise dort
zu hoch sein, würde sich alternativ das Public Viewing auf dem Stiftsplatz anbieten. Wegen dem hohen Fanandrang hatte sich die Stadt spontan zu so
einer Entscheidung durchgerungen, rechneten sie doch mit über 100 000 Fussballfans an diesem Tag.
Gegen halb zwölf wurde an der Ville geparkt und schon ging es zur Fuß zum Stadion hoch. Beim Besteigen des berühmtesten Berges der Pfalz stach CK eine Frau
ins Auge, die gerade zwei Karten an einen jungen Mann weiterverkaufte. Er sprach die gute Dame sofort an und fragte ob sie noch Karten zur Verfügung habe.
Daraufhin telefonierte diese kurz mit einem Bekannten, der alsbald auftauchte und meinte, er hätte noch Karten sowohl für die Ost- als auch für die Nordtribüne.
Die Preise: 40 Euro für Osten, 45 Euro für Norden. CK und Robert entschieden sich für Letzteres. Der Preis war wirklich echt okay, da der Normalpreis der Karten
bei 31 Euro lag. Sehr schön ! Für Karten in der Westkurve sollen übrigens angeblich mindestens 120 Euro gezahlt worden sein. WAHNSINN !
CK und Robert aßen im Stadion erstmal ne Pizza und tranken Cola bzw. Mineralwasser. Gegen ein Uhr ging es dann in den Innenraum hinein. Ihre Sitzplätze befanden
sich auf der Haupttribüne im unteren Bereich ganz links, nah am Auswärtsblock der Kölner im Osten. Recht gute Plätze eigentlich mit guter Sicht auf das Geschehen
auf dem Rasen. Dort bekamen sie vor allem die recht geile Stimmung der Kölner mit, die bereits vor einer Woche den Aufstieg in die erste Liga geschafft hatten.
Immer wieder sangen sie "Nie mehr zweite Liga!" Aber auch die Lauterer gaben Vollgas, über 90 Minuten herrschte wirklich eine totale geile Stimmung, an der beide
Fanseiten ihren Anteil hatten. Vor dem Spiel bekam Stefan Kuntz von einer Metzgerei eine lebendige Glückssau geschenkt, die jener nach eigener Aussage wegen
den DFL-Regularien nicht auf der Bank Platz nehmen lassen konnte, sie dafür aber in die Vorstandsetage gebracht werden würde ;-)
Zum Spiel nur soviel: es war spannend, es war mitreissend, es war kampfbetont und sehr temporeich. Im Grunde das beste Spiel seit langem in Kaiserslautern.
Die FCK-Elf gab von der ersten Minute an alles und zeigte, dass sie hier gewinnen wollte. Doch auch der Gast aus Köln war nicht angereist um sich einfach
mal abschlachten zu lassen. Vor allem der Torhüter verhinderte mehrmals mit Glanzparaden eine Lauterer Führung. Zudem gingen die Rheinländer fast sogar mit 0-1
in Führung, doch Helmes traf nur den Pfosten. Fast im Gegenzug dann das 1-0 durch Josh Simpson ! (´70) Der Betze explodierte regelrecht. Sollte tatsächlich der vierte
Heimsieg in Folge eingefahren werden und damit der Klassenerhalt erreicht werden, der vor ein paar Wochen noch als Mission Impossible erschien ? Totgesagte
leben bekanntlich länger. Als nur sechs Minuten später Ziemer auf 2-0 erhöhte, war niemand mehr zu halten. Köln gab sich jetzt auch geschlagen und Ziemer setzte nochmal
einen drauf. 3-0 in der 81ten Spielminute !!! Die Pfalz im Jubeltaumel ! Standing Ovations, die Stimmung war am Überkochen. Welche zentnerschwere Last fiel da
von den Schultern der Fans, der Spieler und der Vereinsfunktionäre. Die letzten zwanzig Minuten des Spiels regnete es sogar, teilweise in Strömen,
Fritz Walter schickte sein geliebtes Wetter aus dem Himmel hinab. Sehr schön !
Nach dem Abpfiff waren viele Fans nicht mehr zu halten. So einige kletterten über den Zaun der Westkurve um aufs Spielfeld zu laufen. Immer mehr Menschen drängten
daraufhin Richtung Zaun, die Ordner sahen sich gezwungen aus Sicherheitsgründen die Tore zu öffnen und die Fans auf den Rasen zu lassen. Platzsturm ! Saugeil !
So etwas hatte CK noch nie selber live miterlebt, aber er war nun begeistert davon, der ausgelassenen Menschenmasse zuzusehen. Einige stachen sich Rasenstücke als
Souvenirs aus, andere kletterten auf das Tor vor der Westkurve und knickten die Latte ab. Ein sichtlich überglücklicher Sasic wurde zum Crowdsurfer :-)
Selbst ein paar aufs Feld gelaufene Kölner feierten zunächst begeistert mit.
Irgendwann jedoch kam es zu kleinen Scharmützeln zwischen Kölnern und Lauterern, es gab ein paar kleine Jagdszenen, die jedoch polizeilich unterbunden wurden. Ein paar
Übeltäter wurden wohl auch festgenommen, ein paar Verletzte mussten behandelt werden. CK konnte selber eine Person mit blutender Hand sehen. Die sehr
achtsamen grüne Freunde bildeten nun eine Barriere zwischen dem Spielfeld und dem Gästeblock, aus dem immer wieder FC-Anhänger ausströmen wollten.
Robert wunderte sich über die Gewaltbereitschaft mancher Jugendlicher, die ihm unbegreiflich war. Eigentlich hatten doch alle etwas zu feiern. Nicht auszudenken
was eventuell passiert wäre, wenn Köln hier noch hätte gewinnen müssen um aufzusteigen und es genauso ausgegangen wäre ...Doch die Situation war gottseidank
schnell unter Kontrolle gebracht worden. Von schlimmen Krawallen im Innenraum, wie einige Medien es später kolportierten, war dank der Polizei nichts zu sehen,
da wurde halt mal wieder alles ein wenig aufgebauscht. Der Stadionsprecher redete derweil auf die Fans ein und mahnte sie zur Besinnung.
Unsere beiden Helden verliessen nun das Stadion und begaben sich zu Fuß durch die Stadt zurück zur Ville. Hupende Autos und glückselige Menschen überall.
Die ganze Stadt feierte ausgelassen. Vor 10 Jahren wurde sensationell die Deutsche Meisterschaft errungen, heuer wurde der Verbleib in Liga zwei gesichert.
Und Letzteres war mindestens genauso wichtig. Ein großer Verdienst vor allem von Sasic und Kuntz !
Kurz vor fünfe traten CK und Robert per Auto die Rückreise an und recht zügig ging es in die Heimat zurück um dort noch rechtzeitig auf DSF die schönen Bilder
aus Kaiserslautern bewundern zu können. Alles in allem ein toller Fussballtag ging so zu Ende und in Kaiserslautern wurde wohl bis tief in die Nacht hinein
noch das glückliche Ende einer eigentlich total verkorksten Fussballsaison gefeiert. Man darf gespannt auf die Zukunft sein, aber vorerst geht die zweite Liga
erstmal in die Sommerpause. In dem Sinne eine schöne ligafreie Zeit und viel Spass bei der EM euch allen !, gez. euer CK.
03.11.2008. 1.FC KAISERSLAUTERN-TSV 1860 MÜNCHEN 0:0
Gegen Mittagszeit brach CK mit dem Bus in die Hauptstadt auf, wo er erstmal einen Döner zu Mittag verspeiste. Im Anschluß traf er sich mit dem
Escher Bub alias Luc und brach mit demselben per Bus nach Saarbrücken auf. In der Saarlandmetropole enterte der Jeunesse-Fan erstmal den BurgerKing,
bevor es mit dem ICE nach Kaiserslautern weitergehen sollte. Jener hatte übrigens über zehn Minuten Verspätung, weil in Frankreich irgendwelche
Deppen Steine auf die Waggons warfen und die Polizei wegen diesem Sabotageakt ermitteln musste. Luc und CK genehmigten sich nun erstmal ein
Bierchen im Bordbistro, laberten über dieses und jenes und so verging die Zeit recht schnell. Kurz vor vier wurde die Fussballhauptstadt der Pfalz
erreicht.
CK zeigte seinem Gast erstmal ein wenig die Stadt, darunter auch sein altes Studentenwohnheim in der Ville, bevor die beiden Jungs ins Hotel
"Pfälzer Hof" am Schillerplatz eincheckten. Preis für eine Nacht in einem Doppelzimmer mit Bad und WC: 77 Euro. Die Dame an der Rezeption erriet
übrigens sofort dass die beiden Jungs wegen dem Spiel abends angereist waren, dies obwohl sie beide keine Fanutensilien anhatten. Irgendwie lag
das ja auf der Hand. Wer bucht schon für eine einzige Nacht von montags auf dienstags ein Zimmer in Kaiserslautern ? ;-)
Vor dem Spiel ging es ins Hannenfass. Kurz nachdem Luc und CK Platz genommen hatten, rief plötzlich jemand "De Klein !" CK drehte sich in die
Richtung der Stimme und wer stand dort ? Della, Mike M., Jérôme und Liz traten ein. Die Differdinger Clique, allesamt mit FCK-Fanutensilien! Das gab´s doch gar nicht. Wahnsinn !
In der Folge wurden gleich mal zwei Meter Alt bestellt, die zusammen vertilgt wurden. Der Escher aß zudem ein Schnitzel. Immer wieder wurden
Differdinger Gesänge angestimmt. Im Hannenfass war eh bereits gute Stimmung, immer wieder erklangen 1860- und FCKsongs, von CD und aus den Kehlen der bereits
vorglühenden Fans, da passten auch die für die Umwelt wohl unverständlichen Luxemburger Laute gut hinein. CK war in seinem Element. Auch Dellas
Schwester, ihr Freund und ein weiterer Kollege schauten noch vorbei. Irgendwann brachen Della und die Seinen zum Stadion auf, Luc und CK blieben
noch etwas in der Kneipe und brachen dann ebenfalls zum Betzenberg auf.
Beim Treppenaufgang zum Ostbereich des Stadions traf CK auf Gerald S. aus Saarbrücken, der mit einem Freund angereist war. Mit ihm wurde noch
kurz zusammen geplaudert. Die vier Löwen wollten sich nun Karten für den Auswärtsblock besorgen, aber an den Tageskassen gab es keine mehr.
Unfassbar ! Nun denn, dann ging es halt in den Sitzplatzbereich gleich nebenan, auch wenn die Karten dort 10 Euro teurer waren.
Im Stadion gleich die nächste tolle Erkenntnis. Es gab nun auch hier eine Plastikkarte, mit der man bezahlen sollte. Für 10 Euro gab es die
mit dem Mindestguthaben von 8 Euro (2 Euro Pfand für die Karte.) Nun denn, CK hatte Hunger und so kam er nicht daran vorbei, sich eine Karte
zu besorgen, Luc hingegen verweigerte sich dem Konsum im Stadion. Also erstmal ne Frikadelle besorgt. Im Anschluß traf CK noch auf
den Ludwigshafener sowie auf Christian, Karl-Heinz, Franz und den Oberlöwen aus Ingolstadt. Mit ihnen wurde noch ein wenig gequatscht und bald danach ging es
rein in den Block !
In Halbzeit eins stand Leschi neben unserem Luxemburger im Block. Der eigentliche Auswärtsblock war gar nicht ganz voll. Komisch eigentlich, dass dafür
keine Karten mehr verkauft wurden, verdächtig ! Naja, egal, hier waren CK und Luc auch nah am Geschehen. Die Stimmung war auf beiden Seiten
sehr passabel heute und der Luxemburger sang lautstark bei den 1860-Songs mit. Auch romirei war übrigens anwesend.
Bis zur Halbzeitpause fielen keine Tore. In derselben aß CK noch eine Currywurst und er traf sowohl Sebastian aus Ludwigshafen als auch Dr.Löwenkralle
aus Heidelberg. Sehr geil ! Mit einem Bier in der Hand begab sich unser Luxemburger schliesslich zur zweiten Hälfte zurück in den Block, wo er
noch ein wenig mit Christian aus Ingolstadt plauderte. Auch in der zweiten Hälfte fielen keine Tore und die beiden Vereine trennten sich friedlich
mit einem 0-0. Einem Punkt, den die Münchner feierten, die Lauterer hingegen weniger !
Nachdem er auf dem Klo Bier abgetragen und seine Fress-und-Sauf-Karte wieder gegen Pfandrückgabe abgegeben hatte, entdeckte CK den Zahlenlöwen zu
dem er sich gleich hingesellte. Auch Löwenkralle tauchte noch auf. So wurde noch ein wenig miteinander geplauscht. Der Zahlenlöwe war grad aus
seinem Urlaub in Gran Canaria zurück und dementsprechend braun gebrannt und gutgelaunt. Er hatte wie immer verrückte Geschichten auf Lager.
U.a. über Nasensex ;D (Insiderwitz.)
Während später der Zahlenlöwe per Fanbus und Kralle in Begleitung von Bekannten im Zug die Heimreise antraten, begaben sich CK und Luc in die
Innenstadt. Im BurgerKing trafen sie auf die Differdinger Clique, die noch ihren Magen füllte, bevor die Heimreise gen Luxemburg angetreten wurde.
Luc und CK begaben sich nun ins Hannenfass, wo erst weiter Bier vertilgt und der recht geilen Musik gelauscht wurde. Mit einem FCKfan kamen sie
zudem auch kurz ins Gespräch. Im Anschluß ging es ins Hard Rock. Dort bestellte sich CK noch ein Krefelder und stellte zudem zu seiner Überraschung fest, dass wegen der Anti-Rauch-Gesetze
ein neuer Zusatzraum eröffnet wurde ... Hier war allerdings trotz guter Musik tote Hose. Montagabend halt. Da lagen die meisten Leute bereits brav
im Bett, denn tags darauf war ja auch Arbeiten angesagt. Luc schlief am Tresen fast ein, hingegen CK Salzstangen verputzte.
Gegen ein Uhr verließen die beiden Jungs also wieder das Café, trafen dann aber vor dem gerade geschlossenen Hannenfass auf Harry und einen Kumpel seinerseits. Beide gedachten noch ins Hard Rock einzukehren
und so begaben sich die vier Jungs doch noch mal dahin. Harry war ja immerhin noch so nett, eine Trinkrunde zu spendieren.
Als das Hard Rock dann auch schloß, wollten die vier Jungs erst ins Central. Das hatte aber ebenfalls bereits zu und so ging es ins Gusto. Hier wurde
noch über so manches debattiert, u.a. über Politik und die perfide Situation in Hessen, wo vier SPD-Abweichler nun wohl endgültig Neuwahlen
provoziert haben. Mit einem letzten Schlummertrunk (Jackie Cola) beendete CK einen ganz netten Abend. Dennoch: Montagsspiele sind ziemlich
übel, gerade in einer kleinen Stadt wie Kaiserslautern, wo, wenn überhaupt, nur am Wochenende der Bär steppt, scheiß DSF ! Harry und sein Kumpel
brachen gegen drei zu Harrys Wohnung auf, hingegen Luc und CK sich ins Hotel begaben und dort noch selig ein paar wenige Stunden schliefen. Luc allerdings
eher schlecht als recht, denn CK schnarchte wohl ziemlich heftig :D
Am Dienstag morgen gingen beide Jungs erstmal nacheinander duschen und checkten dann aus dem Hotel aus. Für Frühstück war leider keine Zeit mehr,
was auch die Dame an der Rezeption bedauerte. Aber da war nichts zu machen. Es ging nun zu Fuß zum Bahnhof, von wo aus es mit dem 9:04-Uhr-RE
nach Trier ging. Von Trier aus fuhr Luc nach Nittel zu einem Essen mit seinen Eltern und seiner Großmutter, hingegen unser CK per Zug und Bus
nach Belvaux zurückfuhr. So endete die zweite Auswärtsfahrt in der Saison 2008/2009, gez. euer CK.
23.04.2010. 1.FC KAISERSLAUTERN-HANSA ROSTOCK 0:1
Gegen vierzehn Uhr brachen CK, sein Vater Robert und dessen Freunde Romain und Patrick in Romains Auto nach Kaiserslautern auf. An diesem Tag
konnte der FCK mit einem Heimsieg endgültig den Aufstieg in die Erstklassigkeit klarmachen. Dementsprechend heiß waren alle vier auf das angeblich
bereits ausverkaufte Spiel. Die Rekordmarke von 50 000 Zuschauer wurde erwartet. Im Auto wurde viel gequatscht und erzählt und so wurde niemandem
langweilig bis die Villenstrasse erreicht wurde. Romain parkte vor der Pfalzgalerie.
Zu Fuß ging es nun erstmal zum 12.Mann. Während Romain, Robert und CK bereits Karten fürs Spiel hatten, war Patrick noch auf der Suche. CK hörte
sich in der Kneipe um, doch dort hatte keiner eine Karte zuviel. Während die anderen drei daraufhin zum Betze aufbrachen (Patrick sollte später
auf dem Schwarzmarkt noch eine Karte nahe der Westkurve für 50 Euro ergattern!), bestellte CK erstmal ein Bier und wartete auf Harry, der pünktlich
erschien. Mit ihm zusammen ging es später den Berg hoch.
Entgegen der DFB-Statuten, die ein Kontingent von mindestens 300 Karten für Schiedsrichter vorstehen, hatte der 1.FCK wohl nur 130 bereitgestellt.
Eine Tatsache, die für reichlich Ärger bei anwesenden Unparteiischen sorgte, die unbedingt noch eine Karte haben wollten. Harry war verärgert und
meinte, er würde darüber nachdenken einen Beschwerdebrief an den DFB und den FCK zu schicken. Doch Brief hin oder her, wie sollte er nun zum
Spiel reinkommen? Er zog seinen Schiriausweis aus der Tasche, auf dem draufstand, dass er zu allen BL-Spielen gegen Ausweisvorlegung
freien Eintritt hätte und meinte, er wolle es halt dann eben nur mit diesem Ausweis statt mit einer Karte versuchen. Die beiden Löwenfans begaben
sich (nicht ohne sich vorher von den Ordnern am Eingang abtasten zu lassen) zu den Drehkreuzen. Harry hüpfte nun einfach über ein Drehkreuz. Ein
Mann im Tickethäuschen nebenan schrie, er müsse eine Karte dort reinstecken. Harry drehte sich um, zeigte dem verdutzten Jüngling seinen Schiriausweis
und meinte, damit hätte er freien Zugang und ging dann einfach weiter. Der Mann kam überraschenderweise nicht aus seinem Häuschen rausgelaufen und
so hatte sich Harry ohne Karte Zugang zum Stadion verschafft. Gewusst wie...
Auf der Treppe zu Block 18.2 (Ostkurve) hoch traf CK auf Romain und Robert. Mit ihnen nahm er erstmal die Sitzplätze im Block in Beschlag, lieh
sich dann Robs Karte aus und begab sich wieder nach unten um damit dem wartenden Harry ebenfalls Zugang zu 18.2. zu verschaffen. Wie der Zufall
es wollte, blieben drei Plätze gleich neben denen unserer Luxemburger Truppe noch frei und Harry nahm neben CK Platz. Auch manch andere Plätze
im Stadion schienen trotz der angegebenen Zuschauerzahl von 50 000 noch frei zu sein. Die verärgerten Schiris hätten definitiv alle noch einen
Platz hier gefunden. Unglaublich! :-(
Das Spiel selbst war eine masslose Enttäuschung. Die roten Teufel spielten viel zu passiv, zu statisch und zu ängstlich. Wie paralysiert. Sie
schienen dem enormen Druck heute nicht gewachsen. Zudem scheiterte Sam noch bei einem Foulelfmeter an Walke. Hansa wirkte spritziger, motivierter und war
vor allem kämpferisch eindeutig überlegen. Dementsprechend hatten sie mehr Chancen und nutzten eine kurz vor der Pause zur 0-1-Führung durch
Bülow per Kopf. Auch in der zweiten Hälfte änderte sich nicht viel. Rostock spielte nur noch auf Ergebnis halten und der FCK konnte irgendwie
nicht mehr. Kurz vor Ende des Spiels wurde sogar noch Bugera wegen Handspiels mit gelb-rot des Feldes verwiesen. So blieb es trotz der guten
Unterstützung der Fans und eines wie ein Rohrspatz schimpfenden Harrys beim 0-1 der Gäste, die diesen überlebenswichtigen Sieg lauthals feierten.
Die Stimmung im Gästeblock war überhaupt die ganze Zeit über nicht von schlechten Eltern. Rauchbombe nach dem Tor inklusive ;-) Vor allem Romain
und Robert waren sehr traurig. Aber so ist das Leben eines Fussballfans nunmal.
Harry begab sich nach dem Spiel ins Bräustüberl zum Griechen. Die anderen drei fingen Patrick noch ein und kamen dann nach. Da jedoch nicht mehr genug
Sitzplätze vorhanden waren, entschieden sich Romain, Robert und Patrick nach einem letzten Getränk im Delphi zur Heimfahrt, während CK und
Harry leckeres Gyros mit Tzatzki, Pommes und Salat (für nur ca. 8 Euro, recht preiswert!) verspeisten. Die anwesenden FCKfans am Tisch waren
recht laut und angetrunken und sangen begeistert ihre Songs. Harry unterhielt sich noch kurz mit einem Ex-Hooligan. Nach zwei Bier wollten unsere
beiden Protagonisten eigentlich ins Hannenfass gehen, doch jenes war zum Bersten voll und der Türsteher ließ niemanden mehr hinein. Also ging es
ins HardRock, welches ebenfalls so voll wie schon ewig nicht mehr war. Selbst der sonst quasi leere Nichtraucherraum war gut gefüllt. Hier blieben
Harry noch CK noch mehrere Stunden, kickerten mit anderen Gästen, tranken dunkles Weißbier und Cola-Schoppen und lauschten der wie immer sehr geilen
Mucke. CK unterhielt sich noch kurz mit Jochen, der meinte, 1860 würde ja noch in Augsburg spielen und würde schlimmstensfalls helfen, wenn nicht
bereits Frankfurt am Sonntag alles zugunsten des FCK klarmachen würde. Recht hatte er.
Gegen halb drei verabschiedete sich der Luxemburger von Harry und machte einen Abgang. Nach einem letzten Getränk bei Julietta und einem
Intermezzo in einem anderen Nachtclub ging es mit Zug und Bus über Saarbrücken und Luxembourg-City nach Belvaux zurück, wo unser Held gleich
erschöpft ins Bett fiel, gez. euer CK.
29.04.2011. 1.FC KAISERSLAUTERN-FC ST.PAULI 2:0
Freitag nachmittag gegen halb vier brachen CK und sein Vater Robert mit dem Auto in die Hauptstadt auf, wo sie CK´s Schwager Georges abholten. Zu
dritt ging es zusammen nach Kaiserlautern. Unterwegs wurde viel über Fussball und Fankultur geredet und noch vor sechse wurde die Barbarossastadt
erreicht.
Kurz zuvor waren auch Della und seine neue Freundin Claudia angekommen. Da das Hannenfass bereits voll mit Fans war, begaben sie sich auf die
Terrasse vom Callas (ehemaliges Opera) nebenan. CK, Georges und Robert begaben sich nun ebenfalls dorthin und nahmen am Nachbartisch Platz. Im
Hintergrund lief gerade die zweite Bundesliga im Fernsehen. Zum Abendessen genehmigte sich CK eine Pizza Athen (u.a. mit Salami, Pepperoni,
Champignons, Oliven und Käse). Auch das eine und andere Pils wurde verschlungen, während viel zusammen gequatscht und gelacht wurde.
Irgendwann war es Zeit zum Betzenberg aufzubrechen und unsere fünf Helden beeilten sich hoch. Während Della und Claudia sich in Block 5 begaben,
ging es für die anderen drei auf die Nordtribüne ganz oben hin. Dort hatte Robert im Internetverkauf noch die letzten freien Plätze nebeneinander
ergattert. Eine Viertelstunde vor Anpfiff waren die drei Männer im Block und erkannten nun wieso diese Plätze so unbeliebt waren. Zwar konnte
man das ganze Spielfeld sehr gut sehen, jedoch war die Sicht auf die Lauterer Westkurve vom Betonturm komplett verdeckt. Schade :-(
Das Spiel war recht schlecht. Eigentlich boten die Hamburger das bessere Kurzpaßspiel und spielten sich auch einige Chancen heraus, konnten diese
jedoch nicht nutzen. Auch dank eines tollen Trapp im Tor des FCK. Ein Kopfball von Tiffert brachte trotzdem noch vor der Pause eine glückliche
Führung.
Auch nach der Pause überzeugte der FCK nicht wirklich, Abel gelang jedoch noch das 2-0 durch einen weiteren Kopfballtreffer. In der Folge war der
Willen der Braun-Weißen gebrochen, deren Fans dennoch fleissig weiter supporteten. We love St.Pauli, we do! Schade, dass solche Fans mit
ihrem Verein absteigen müssen und nächste Saison wieder nur zweitklassig sein werden... Aber schön, dass die roten Teufel sich wohl ziemlich
sicher gerettet haben. Die 40 Punkte für den Klassenerhalt sind im Sack, was auch ein Verdienst von Marco Kurz ist. Zwar droht rein rechnerisch
doch noch die Relegation (Werders zeitgleiche 0-1-Pleite gegen Wolfsburg sei Dank!), aber die Wahrscheinlichkeit, dass dies noch eintreten wird,
tendiert gegen null.
Zufrieden begaben sich Georges, Robert und CK zurück ins Callas, wo ein wütender Della sass. Er war von der Leistung des Teams mehr als enttäuscht
und meinte immer wieder, dass es hätte auch anders ausgehen können. Ging es aber ned. Also her mit dem Feierbier! Kaum waren die Getränke bestellt,
tauchte Harry im Lanciatrikot auf (1860 hatte übrigens am gleichen Abend 1-2 bei der bereits aufgestiegenen Hertha gewonnen.) Er hatte selber ein
Spiel in Hassloh leiten müssen und konnte daher diesmal nicht mit auf den Betzenberg. Zu sechst wurde noch viel zusammen gelabert. Vor allem Harry
unterhielt die Luxemburger bestens.
Gegen halb eins brachen bis auf CK alle zurück nach Hause auf. Della und Claudia in Claudias Auto, Georges und Robert in Roberts Auto. Harry und
CK begaben sich nun ins Hard Rock, wo Wirt Jochen ihnen die gute Nachricht vom Löwensieg übermittelte, noch ein paar dunkle Franziskaner
Weissbier vertilgt wurden, Harry so einige Kickerpartien gewann und mit netten Mädels gequatscht wurde. Die Musik war natürlich wie immer grandios.
Hard&Heavy vom Feinsten!
Gegen vier brach CK auf und nach einem Abstecher ins Psst fuhr er am frühen Morgen mit Zug und Bus über Saarbrücken zurück in die Heimat. So endete
die erste und zugleich auch schon letzte Fahrt nach Kaiserslautern in der Saison 2010/2011.
18.12.2011. 1.FC KAISERSLAUTERN-HANNOVER 96 1:1
Am Samstag nachmittag gegen ein Uhr klingelten Eric und Henri bei CK, der bereits einsatzbereit auf sie wartete. Jetzt fehlte nur noch Della,
der leider mit fast einer halben Stunde Verspätung in Belvaux auftauchte. Della und Henris Autos wurden in der Albert Einstein geparkt und in
Erics Wagen ging es zusammen in die Barbarossastadt. Unterwegs wurde schon viel über die typischen Männerthemen (Fussball, Politik, Frauen, Sex
und Beruf) geredet und so war die Zeit bis zur Ankunft sehr kurzweilig.
Im Art Hotel Lauterbach (eh. Pfälzer Hof) checkten die Jungs gegen drei Uhr ein. Es war niemand an der Rezeption anwesend, aber die Tür öffnete
sich automatisch, nachdem Eric seinen Namen der Sprechanlage genannt hatte. Die Öffnungskarten für die Zimmertüren lagen ebenfalls bereit. Eric
und Henri teilten sich ein Doppelzimmer, während Della und CK jeweils ein Einzelzimmer gebucht hatten. Nach dem Einchecken ging es gleich ins
Hannenfass zur Bundesligakonferenz.
Unser Held gönnte sich einen italienischen Salat. Zusammen wurde zudem ein Meter Krefelder und später noch einen Kasten Alt vertilgt. Das Wochenende
fing gut an. Die Spiele waren hingegen weniger schön, da bis auf Freiburg wirklich alle direkten Konkurrenten der Pfälzer Punkte einfuhren. Nürnberg
gewann in Leverkusen, Wolfsburg gegen Stuttgart, HSV-Augsburg und Hoffenheim-Hertha endeten unentschieden. Somit durfte es auf keinen Fall eine
Niederlage gegen Hannover am Sonntag geben.
Nach der Bundesligakonferenz ging es zum Weihnachtsmarkt, wo zur Musik von Wham und Anderen Glühwein vertilgt wurde, der bei der Kälte draussen
vorzüglich wärmte. Hier tauchte gegen sechs Uhr auch Heiner auf, der sich den Luxemburgern anschloß. Zum Abendessen wollten die fünf eigentlich
zum Griechen in der Fischerstraße, aber dieser war ebenso bereits ausgebucht wie die Burg in der Steinstrasse. So ging es halt zurück ins Hannenfass,
wo CK sich eine Lasagne genehmigte. Hier wurden noch sehr interessante philosophische und politische Diskussionen geführt. Es ging um abgebrochene
Studien, um Berufsziele im Leben, um Bankenrettungen, die FDP und vieles mehr.
Nach dem Hannenfass ging es ins Hard Rock, wo es Eric jedoch auch im Nichtraucherteil nicht lange aushielt. Die Musik war ihm zu laut. Nach einer
Dreiviertelstunde verließen die Jungs den Laden wieder und brachen nun ins Psst in der Pariser Strasse auf. Hierbei handelt es sich um ein
Striplokal. Im Laufe des noch recht lustigen Abends landete CK dort auch mal auf der Bühne wo eine gewisse Angel einen heissen Tanz ablieferte, ihn
mit einer Peitsche bearbeitete und ihm Eiswürfel in die Unterhose schüttete ;-)
Am Sonntag gegen elf Uhr checkten die vier Luxemburger aus dem Hotel aus. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Fußgängerzone ging es zum
Mittagessen in die Burg. Dort tauchte später auch Heiner wieder auf. Ein paar Schnitzel, Schweinelendl, Cola und Radler später ging es zur Fuß
zum Betzenberg.
Hannover 96 agierte absolut destruktiv, nach vorne kam quasi gar nichts. Der FCK konnte daraus in einer sehr schwachen ersten Hälfte aber kein
Kapital ziehen. Stattdessen gerieten die roten Teufel nach einem katastrophalen Patzer von Abel sogar durch Abdellaoue in Rückstand. In der
zweiten Hälfte- Kurz brachte nun auch Shechter und Nemec- tat der FCK dann aber viel überzeugender auf und drückte auf den Ausgleich. Jener fiel
dann auch in der 68ten Minute nach einem schönen Angriff über Sahan auf Nemec. Hannover wirkte konsternierte und gleich im Anschluß vergab der
FCK weitere gute Chancen. Vorne fehlt leider einfach ein echter Goalgetter. Wieder mal hätte man gewinnen können, wenn nicht sogar müssen, aber
es blieb beim mageren 1-1. Zwei Minuten vor Schluß flog zudem Itay Shechter noch nach einer Tätlichkeit mit Rot vom Platz. Der israelische
Nationalspieler ist vermutlich ziemlich frustriert ob seiner bisher eher mässigen Saisonleistungen.
Nach dem Spiel ging es noch auf eine Knobibaguette und zwei letzte Glühwein auf den Weihnachtsmarkt bevor sich die vier Luxemburger von Heiner
verabschiedeten und mit dem Auto gen Heimat fuhren. So endete ein gelungenes Lautern-Revival, was unbedingt im Frühjahr wiederholt werden muß,
gez. euer CK.
Wie CK später erfuhr, war politisch überhaupt ne Menge los in der Stadt, die einzelnen Parteien wollten halt kurz vor der Wahl noch mal Propaganda betreiben. Auch die NPD hatte anscheinend einen Stand, die hatten aber Glück dass CK und Michael dort nicht vorbeiliefen sonst wären die gleich mal mit einem "Ihr seid Scheisse wie der FCB" bedacht worden.
In der Folge einige kommentierte Wortfetzen aus den Gesprächen mit dem Dicken und auch anderen Wildmoserianern, an die CK sich noch erinnern kann: "Wo warst du in Drnovice? In Halmstadt, in Leeds? Wo warst du da, du Wichser? Ich bin mit der GW-Fraktion da hochgefahren, aber wo warst du denn da?"......"Beim Derby warst vor deinem scheiss Premiere, aber mir san hingegangen, wir unterstützen Sechzig überall und nicht nur im Grünwalder"... Ja klar, ihr habts halt keine Argumente, dann wird halt einfach mal ne "Wer ist der bessere Fan?"-Diskussion angefangen. Nein, CK war nicht in Drnovice und auch nicht in Leeds oder Halmstadt, er hat aber auch niemals behauptet er sei so ein toller Fan. Ganz im Gegenteil, hiermit will er auch nochmal auf seiner HP klarstellen, dass es in der Fanszene sehr sehr viele Löwenfans gibt, die sich weitaus mehr für den Verein eingesetzt haben in der Vergangenheit, zur Zeiten wo er noch zu jung war alleine mitzufahren. Aber dies hat gar nichts mit der Stadiondiskussion zu tun, die Wildmoserianer wollten halt wieder nur vom Thema ablenken.
Aber CK blieb dran. "Es ist zwar ein scheiss Stadion, aber wir können nix mehr dagegen machen, die AllianzArena kommt nunmal!"..."Es geht hoid ned mit dem Grünwalder? Wann versteht ihr ewig Gestrigen das endlich?"... Aha,jetzt plappert ihr eurem KHW nach..."Wie oft warst du im Grünwalder?"...Das war echt das Allerletzte. Als wenn es CK's Schuld wäre, dass er so spät geboren ist, dass er bis aufs Borisov-Spiel leider nie drinnen war.
Aber es kam noch schlimmer."Gegen Leeds warst du im Stadion? Aha, ich denke du gehst ned mehr ins Oly. Gegen Leeds bist du dann aber trotzdem dahin, da war euch das Oly dann doch plötzlich gut genug"... Einmal werfen sie einem vor nicht zu kommen, dann plötzlich wieder dass man dahingeht, das verstehe auch wer will. In der Folge war das übliche Blabla dieser "Erfolgsfans" zu hören. "Ohne Wildmoser wären wir nicht da, wo wir sind, in der ersten Liga!","Wir wollen Erfolg haben" und "Wenn jemand Wildmoser raus! schreit, bekommt er von mir a Watschn!"...Aha... Das wohl dümmste Argument war aber folgendes:"Gegen Borisov waren nur 16000 da, beim vielleicht letzten Spiel. Wenn dort nicht viele kommen, gegen wen dann? Das GW wäre sicher auch nicht bei jedem BL-Spiel ausverkauft. Wenn es eh nicht voll wird, dann ist es doch eigentlich eh egal... Ob wir nun in einem halb leeren GW spielen oder im halb leeren Oly..."Aehhh? Ihr spinnts doch völlig!!! CK regte sich dann richtig auf und meinte:"Die Bayernfans verstehen es, die sind gescheiter als unsere Fans" und "Lieber gegen FFB im GW als gegen Dortmund im Oly!".
Ein Löwenfan packte CK dann am Kragen, fast wäre es daraufhin zu einer Schlägerei gekommen, aber ein supersympathischer FCKfan mischte sich ein und beruhigte die Gemüter. (Nur so am Rande erwähnt:jener verstand auch nicht, wie einige Leute es gutfinden können, dass die 60er mit den Bayern zusammen diese AllianzArena bauen.) Der FCKfan:"Mensch, ihr seid doch alle Löwenfans, ihr müsst doch zusammenhalten!" Damit war es dann gut.
Auch wenn jetzt einige FCKfans damit nicht einverstanden sein mögen: euer Team hätte bis Sonntag abend weiterkicken können, sie hätte keinen Treffer erzielt. Basta! Gerets soll denen mal beibringen wie man überhaupt Fussball spielt. Null Technik, null Spielkunst, keine richtige Taktik, da fehlte das absolute Einmaleins... Da hätte man gleich Bima und CK aufstellen sollen, denn rennen und rumstolpern und dumm aus der Wäsche gucken, können die beiden auch...Und was Atze Friedrich angeht, da hat nunmehr wohl auch der letzte Mensch kapiert dass dieser gut weg ist. Allein der teure Sforza-Transfer ist ja wohl das Allerletzte. Und der teure Stadionumbau wäre auch nicht nötig gewesen, an dieser Stelle auch noch einmal ein "Danke schön" an den feigen Dempsey, wegen dem die WM nach Deutschland und nicht nach Südafrika vergeben wurde...
Auch einige mehr oder wenige lustige Anekdoten aus der noch jungen Fanclubgeschichte der Kieferer durfte CK sich in der Folge anhören. So erfuhr er dass Fetti Buletti einem gewonnenen Bullettenwettessen seinen Spitznamen zu verdanken hat, Flötzinger das beste Bier der Welt sein soll (jenes soll sogar Bären wie den Giasinga umhauen) und woher der Standardspruch "Der Hund stinkt" herkommt. Letzteres ist allerdings schon ne heftige nasale Erfahrung,*GGG*...
Zum Spiel: Der FCK war zunächst die lebendigere Mannschaft. Hristov traf aus acht Metern nur den Pfosten, dann gab es noch einen von Schroth an Lokvenc verschuldeten Foulelfmeter, den Klose jedoch zum Jubel der Löwenfans ans Gebälk setzte. In der 33ten Minute sah Tchato nach einem üblen Foul an Lauth Rot und musste verdientermassen vom Feld. Zu allem Übel für die Pfälzer verletzten sich auch noch die beiden etatmäßigen Innenverteidiger, Knavs und Ramzy.... Gerets war so bei tropischen Temperaturen früh zum Wechseln gezwungen. Und Sechzig schlug gnadenlos zu: Ecke Weissenberger, Schroth hielt am kurzen Pfosten die Fußsohle hin und das Leder senkte sich unhaltbar für Wiese ins lange Eck. Und das kurz vor der Pause, zu geil das alles! Die Löwenfans waren aus dem Häuschen und die Stimmung in Block 1 absolut passabel. Obwohl da durchaus noch mehr hätte gehen können.
Unterwegs stürmten die Lauterer Studenten noch den Liddl und CK kaufte sich gleich mal nen Liter Mineralwasser um seinen Durst zu stillen. Dazu muss angemerkt werden dass Bier dem Körper das Wasser eher noch entzieht (daher auch immer der Nachdurst nach einer durchzechten Nacht) und es bei so ner Wahnsinnshitze daher wirklich nix Sinnvolleres zu Trinken gibt als Wasser. Dennoch war der Luxemburger wohl einer der wenigen Löwenfans, die nach diesem Triumph erstmal keinen Alk tranken.
CK konnte das als Stammkunde natürlich nicht verstehen."Sollen wir tauschen?Dann machst Du meinen Job und ich geh feiern" meinte der Türsteher lakonisch.
Immerhin: auf der Terrasse durften die Blauen noch verweilen.
CK nahm dann ganz schnell einfach mal den Hintereingang übers griechische Restaurant, drehte ne Runde durchs Hannenfass und verliess dann mit süffisantem Blick zum Staunen des Türstehers durch die Vordertür wieder das Lokal. In zivil hätte der Luxemburger übrigens reingedurft, aber sowas hat er nicht nötig. Löwe ist man auch in zivil, Löwe ist man immer, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche...
Wenn sie keine Löwenfans mehr da drinnen haben wollen, dann soll es so sein. Es gibt auch noch andere Kneipen in Lautern, wo es lecker Essen und Bier gibt. Da mögen vielleicht viele Leser den Autor jetzt für zu stur halten, aber so ist er halt.
P.S.Fotos aus Lautern gibt es hier.
P.S.S.Seit Meppen hat Bernd endlich mal wieder seine Stimme verloren, das will was heissen. Danke ihr Löwen!!! ;))))
P.S.S.S. Ach ja, extra nochmal für die Amis und die Lauternfans: Siiiiiiieeeeeeeg!!! Auswärtssieg!!!
Gruss an alle, besonders an die ebenfalls vor Ort gewesenen Studenten und Dauerkartenbesitzer Eric, Marc und Gilles, gez.euer CK, der darauf hofft,
dass es beim FCK nun wieder aufwärts geht.
Ebenfalls an dem Tag im Stadion anwesend waren übrigens auch CK's "Ex-Schwager" Eric und dessen Kumpel Philipp,der mit Gilles'Dauerkarte dem Betze seinen ersten Besuch abstattete.
Gruss an alle, besonders an den in München gebliebenen Bernd, der mittlerweile hoffentlich über die bittere Niederlage im Stadtduell hinweg ist, gez. euer CK.
In dem Sinne auf die nächste Pleite gegen Leverkusen, allerdings ohne den Luxemburger, gez. euer CK.
P.S. 1860-Burghausen 2-4, was für ein scheiss Wochenende...Gottseidank ist jetzt erstmal Pause.
Um halb neun ging die Reise dann los. Robert und sein Sohn fuhren per Gammelticket mit dem Zug von Belvaux-Soleuvre über Luxemburg-Stadt, Karthaus und Saarlouis nach Kaiserslautern. Unterwegs wurde viel geredet und so verging die Zeit wie im Fluge.
Später nahmen unsere beiden Protagonisten ihre Sitzplätze in Block J neben der sich im Umbau befindlichen und daher zur Zeit nicht überdachten Westkurve ein. Das Wetter war miserabel und es regnete. Der Regen wurde durch den Wind auch auf die Sitzplätze geweht. Die neuen Taschentücher wurden gleich dazu verwendet, die Sitzschalen abzuwischen. CK hatte zudem ein Sitzkissen dabei, seiner neuen Sportbild-Stadionjacke (diese hat ein solches integriert) sei Dank !
Bis zum nächsten Besuch in der Pfalzmetropole ! gez.euer CK.
P.S. Ohne Dach ist die Lauterer Westkurve wirklich weniger laut als mit Dach :(
An der Ville wieder angekommen, wurde die Rückreise nach Luxemburg angetreten. Ohne Zwischenstopp ging es zügig nach Hause und so endete CK's erste Zweitligafahrt nach Kaiserslautern (96/97 war er auf keinem Spiel am Betze und ansonsten war Kaiserslautern in seiner bisherigen Lebenszeit ja immer erstklassig gewesen.) Ob der FCK gleich wieder aufsteigen wird, bleibt zu bezweifeln, aber die Saison ist ja noch lang. In dem Sinne bis zur nächsten Fahrt ins Fussballherz der Pfalz !, gez.euer CK.