16.-19.11.2025. DIE FAHRT NACH NORDIRLAND

Am Sonntagmorgen fuhr CK mit dem Zug vom Belval aus in die Hauptstadt. Zusammen mit Guy und David ging es vom Luxemburger Bahnhof mit Linienbus 223 zum Flughafen. CK hatte denselben noch nie so leer erlebt wie an diesem Tag. In Rekordzeit waren David und er durch die Sicherheitskontrollen hindurch. Guy gab noch Gepäck auf und folgte wenig später. Gegenüber vom Kiosk saß Paul K. vor einem ersten Bier. Guy bestellte gleich mal drei weitere. Liz und Adri waren ebenfalls anwesend. Einige Compadres wie auch einige M-Blocker nahmen einen fast zeitgleichen Flug der Ryanair nach Dublin. Nach Passieren der Passkontrollen trafen unsere Protagonisten auf Raym, Dan und Co. Ein paar Worte wurden gewechselt. Alsbald ging es jedoch in die Maschine der Luxair.

Dublin wurde gegen 14 Uhr Lokalzeit erreicht. Der Aircoach-Bus nach Belfast fuhr erst um halb vier. So ging es in eine Bar, in der das Länderspiel Ungarn-Irland übertragen wurde. Ungarn führte zu diesem Zeitpunkt 1-0. Als die Iren ausglichen, jubelten einige Gäste. Paul und CK tranken ein erstes Guinness. Dazu gab es leckeren Schinken-Käse-Toast. Irgendwann tauchten Compadres und M-Blocker auf. Ungarn erzielte leider ein Traumtor zur erneuten Führung der Hausherren. Um die 60te Spielminute herum ging es zum Bus. Zu diesem Zeitpunkt ging CK fest davon aus, dass die Hausherren sich den Sieg in Budapest nicht mehr nehmen lassen würden.

Im Bus nach Belfast wurden Ticker von FuPa und kicker verfolgt. Irland glich erneut aus und gewann das Spiel in der Nachspielzeit gar noch mit 2-3. Damit qualifizierten sie sich für die Playoffs im März 2026. Beggen (4-0 gegen Bastendorf) und Beles (2-1 gegen Monnerich) gewannen derweil ihre Ligaspiele. Guys Tricolore Gasperich verlor hingegen 5-0 in Kayl. In Belfast angekommen, begab Paul sich zu seinem Hotel, während unsere anderen drei Protagonisten sich zum Ibis City Centre begaben. Die Rezeption befand sich in einer Pizzeria. Jeder unser drei Helden bekam sein eigenes Zimmer. In seinem angekommen, stellte CK fest, dass er vergessen hatte, einen Adapter mitzunehmen. Zwar konnte das Handy auch über einen USB-Anschluss angeschlossen werden, doch einen solchen hatte er ebenfalls nicht dabei.

Zu Abend wurde zu viert in einem Restaurant namens Stix & Stones gegessen. In demselben wurde das Fleisch auf Steinplatten gebraten. Für CK gab es ein Sirloin-Steak mit Pilzen und scharfer Pfeffersauce. Paul und er genehmigten sich zudem ein hausgemachtes Tiramisu als Dessert. Nach diesem leckeren Abendessen ging es auf einen letzten Drink in die Bar von Pauls Hotel. Bei dieser Gelegenheit lieh Paul CK ein USB-Aufladekabel aus. Irgendwann begab Paul sich in sein Zimmer und die anderen Drei begaben sich zurück in ihr eigenes Hotel.

Am Montag frühstückten Guy, David und CK in einer Bäckerei in einem Einkaufszentrum. Im Anschluss ging in ein Sportgeschäft, in dem David sich ein nordirisches Trikot zulegte. Eine XL-Kindergröße passte ihm wie angegossen. Paul tauchte auf und zu viert ging es um 11 Uhr mit einem Fahrer der Black Taxi Tours zu den Peace Walls, in die berühmt-berüchtigten Falls Road und Shankill Road und zu Gedenkstätten. Der Mann erzählte von den Troubles, zeigte Fotos und ein BBC-Video einer Bombe. Historisch und politisch sehr interessant, wenngleich traurig. CK schoss einige Fotos der Wandmalereien. Auf loyalistischer Seite ging es um die guten Taten des British Empire, beide Weltkriege, allen voran die Battle of Britain, auf irisch-republikanischer Seite um Vergehen der britischen Armee, IRA-Kriegsgefangene, den Osteraufstand und dergleichen. Zudem projizierten beide Seiten ihre Sicht des Nordirlandkonfliktes auf den Nahostkonflikt. Die Iren solidarisierten sich mit Palästina, die Briten mit Israel. Inwiefern diese Projektion falsch ist und der Vergleich hinkt, würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Mehr dazu kann man auf der FB-Wall des Autors dieses Berichtes nachlesen. Sympathischer auf republikanischer Seite war CK da schon die Solidarität mit Nelson Mandela.

Nach der Tour wurde in einem Pub zu Mittag gegessen. CK genehmigte sich den Klassiker: Fish&Chips. Dazu gab es natürlich ein Guinness. Nach dem Mittagessen begab Paul sich zurück in sein Hotel. Die anderen drei suchten den Weihnachtsmarkt an der City Hall auf. Hier gab es für Guy und CK den ersten Glühwein der Weihnachtszeit 2025, bevor es zurück ins Ibis ging.

Gegen 17 Uhr ging es für Guy, David und CK zu Fuß zum Pub des Fanklubs der Glasgow Rangers in Belfast. Hier waren sie mit Adam P. und seiner Clique verabredet. David und CK hatten die Jungs beim letzten Spiel in Belfast kennengelernt und auch in Luxemburg vor beiden Heimspielen mit ihnen ein paar Bierchen getrunken. Paul tauchte alsbald ebenfalls auf. Das Guinness mundete, die Gespräche waren interessant. Irgendwann war es Zeit zum Spiel aufzubrechen und es ging zu Fuß zum Windsor Park. Am Eingang sammelten Kinder Geld für einen sozialen Zweck. CK profitierte von der Gelegenheit einige Münzen loszuwerden.

Zum Spiel: wer darüber mehr lesen möchte, schlage bitte auf den einschlägigen Seiten nach, am besten bei FuPa. Der Autor dieses Berichtes hat wenig Lust auf die 90 Minuten auf dem Rasen groß einzugehen. Luxemburg machte ein passables Auswärtsspiel, allerdings gelang mal wieder kein Tor und ohne eigene Tore kann halt kein Fußballspiel gewonnen werden. Dank des unsäglichen, mittlerweile von CK abgrundtief gehassten VAR gab es einen glücklichen Elfmeter für Nordirland, den Donley kurz vor der Halbzeitpause zum 1-0 verwandelte. Dies war am Ende auch der Endstand. Immerhin war der Support im Auswärtsblock recht geil. Mitunter stimmte auch CK Gesänge an. Lustige Anekdote noch am Rande: Pit und Toto kamen erst nach Anpfiff in den Block, da sie nicht überlegt hatten, dass das Spiel NICHT wie gewohnt 20:45, sondern bereits 19:45 Uhr angepfiffen wird, da die Inseln eine Zeitzone zurückliegen.

Nach Spielende begaben Guy, David und CK sich auf ein letztes Bier ins Lavery's, bevor es zu Fuß ins Ibis zurück ging. Hier gab es für David und CK vorm Schlafengehen noch eine Pizza Margherita, da sie Hunger hatten.

Am Dienstagmorgen ging es für Paul nach Glasgow, während die anderen drei Protagonisten in einem Gastrononomielokal frühstückten. Nach zehn Uhr ging es mit einem Aircoach-Bus nach Dublin. In der irischen Hauptstadt angekommen, ging es zu Fuß zum Blooms Hotel. Guy konnte sein Zimmer bereits beziehen, David und CK stellten ihre Rucksäcke bei ihm ab. Zunächst ging es auf ein Bier in eine Kneipe. Später zu Fuß zum Guinness Storehouse. Jenes ist immer einen Besuch wert, vor allem die Gravity Bar oben im siebten Stock. Fotos siehe Facebook. CK kaufte sich Socken und ein neues T-Shirt.

Nach Besuch des Storehouses ging es zu Fuß in die Tempel Bar. Im Hard Rock Café kauften David und CK beide noch einen neuen Hoodie, bevor sie in ihre Zimmer eincheckten. Zu Abend aßen unsere Helden in einem Restaurant. Für CK gab es einen ordentlich scharfen Wrap. Nach dem Abendessen ging es in eine Sportsbar, in der das Länderspiel Schottland-Dänemark übertragen wurde. Die zweite Halbzeit hatte gerade begonnen. Die Hausherren führten 1-0. Die Dänen glichen durch einen Elfmeter aus, kassierten einen Platzverweis, Schottland ging erneut mit 2-1 in Führung und numerisch unterlegene Dänen glichen postwendend aus. Ein mitreißendes Spiel. Die Gedanken waren bei Paul, der diesem Spiel im Hampden Park beiwohnen durfte. In der Nachspielzeit gelangen den Schotten tatsächlich noch zwei Tore und sie qualifizierten sich zum ersten Mal seit 1998 für eine WM. Ein paar schottische Fans in der Bar feierten. Das Spiel wurde übrigens ohne Ton übertragen wegen Livemusik in der Bar. David gab dem armen Kerl immerhin zwei Euro. Die Nacht klang in einer Kneipe mit Livemusik aus. Hier feierten die Gäste ordentlich mit einer irischen Coverband.

Am Mittwoch frühstückte Guy im Hotel, die anderen zwei in einer Bäckerei. Danach ging es in ein Souvenirgeschäft. CK kaufte sich eine neue Boxershort und einen Magneten. Gegen halb zwölf ging es mit einem Aircoach-Bus zum Flughafen. Hier wurde CKs Rucksack an den Kontrollen aussortiert und musste etwas ordentlicher untersucht werden. In einer Bar wartete bereits Paul, der aus Glasgow angereist war. Guy gab ein letztes Guinness aus.

Mit der Luxair ging es heim nach Luxemburg. So endete eine bis auf das Spiel gelungene Auswärtsfahrt. Leider stehen die roten Löwen zum ersten Mal seit zwanzig Jahren mal wieder mit null Punkten nach einer Kampagne da. Im März nächsten Jahres muss immerhin der Supergau eines Abstiegs in die Nations League D abgewendet werden. Bis dahin allen Lesern alles Gute!, gez. euer CK.

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