Am Sonntagmorgen, nur einen Tag nach der Rückkehr aus Sinsheim und Speyer, ging es für CK mit einem CFL-Zug in die Hauptstadt. Hier traf er auf Guy B. und David B. Zu dritt
ging es per Buslinie 223 zum Findel. 10:50-Uhr sollte der Flieger nach Zürich gehen. Er sollte Verspätung bekommen, aber es bestand keine Gefahr für den Anschlussflug nach Wien.
In Wien angekommen, besorgte CK an einem Automaten der ÖBB Fahrkarten nach Bratislava. Schnell noch ein Brötchen für unterwegs eingekauft und schon ging es mit einem kurzen
Umstieg am Wiener Hauptbahnhof in die slowakische Hauptstadt. Hier orderte Guy am Bahnhofsausgang vorschnell ein Taxi, ohne vorher nach dem Preis zu fragen. Er bezahlte diese Naivität
mit 25 Euro, einem Fünffachen des normalen Preises für diese eigentlich doch kurze Strecke. Bei Ankunft am Elizabeth Old Town Hotel weigerte er sich zwar zunächst den genannten Preis
zu bezahlen, kam jedoch am Ende doch nicht darum herum, nachdem der Fahrer ihm eine offizielle Preistabelle vor die Nase gehalten hatte.
Nach dem Einchecken ins Hotel wurde zunächst sich ein wenig ausgeruht, bevor es auf eine erste Erkundigungstour durch die Hauptstadt ging. In einem slowakischen Restaurant namens
First Slovak Pub wurde zu Abend gegessen. CK und David genehmigten sich eine slowakische Platte mit u.a. Kartoffelklößen (Halušky). Dazu gab es Bier. Für CK natürlich Dunkles.
Später am Abend ging es ins Irish Pub, wo CK auf Guinness umstieg und irgendwann die Compadres um Raym und Liz auftauchten. CK unterhielt sich in der Folge mit Laurent kurz
über Geopolitik. Fans aus dem M-Block um Bob G. befanden sich in anderen Pubs in der Altstadt. Unsere Protagonisten sollten ihnen später noch begegnen.
Am Montag frühstückten David und CK in einer Bäckerei in der Innenstadt. Guy war noch zu müde, um mitzukommen. Als sie auf der Terrasse saßen, begegneten ihnen Liz und Dan,
die bereits oben beim Schloss gewesen waren. Es wurden kurz ein paar Worte miteinander gewechselt. Die Compadres fuhren bereits zur Mittagszeit nach Trnava. Für unsere drei
Protagonisten ging es nach dem Auschecken aus dem Hotel erst einmal auf zur Stadtbesichtigung. Guy und David ließen Teile ihres Gepäcks bis zur Wiederkehr am Folgetag im Hotel, CK hatte
eh nur seinen Rucksack auf dieser Reise dabei. Die üblichen Sehenswürdigkeiten wurden besichtigt: die Blaue Kirche, der Marktplatz, der Präsidentenpalast, das Parlament, das Schloss
mit der Reiterstatue König Svätopluks, die Statue der drei Weisen Cyril, Methodius und Gorazd, die Sankt Martins-Kathedrale, das Holocaustgedenkmal... Die Sicht vom Schloss hinüber auf die
andere Donauseite war ebenfalls beeindruckend. Neben sozialistischen Plattenbauten waren dort Unmengen, aber wirklich Unmengen an Windrädern am Horizont zu sehen.
Zu Mittag aßen unsere Helden in einem slowakischen Restaurant gegenüber des Irish Pubs in der Altstadt. Hier gesellte sich Pit H. zu unserer Fansektion. Er war an diesem Tag mit Flieger
und Bus über Wien angereist. Während die anderen Drei Gulasch aßen, genehmigte sich CK nur eine Sauerkrautsuppe mit Wurst. Das Essen mundete allen sehr und es wurde sich über so manches
unterhalten. Irgendwann war es Zeit zum Bahnhof aufzubrechen und es ging zu Fuß von der Altstadt aus zum Hauptbahnhof. CK löste an einem Automaten vier Fahrkarten für eine Stundenfahrt
und es ging mit dem nächsten Zug nach Trnava, wo man gegen halb vier ankam.
Zu Fuß ging es zum Hotel Spektrum, wo Pit noch spontan ein letztes verbliebenes freies Zimmer buchen konnte. Die Anderen hatten jeweils reserviert. Gegen siebzehn Uhr ging es zum Stadion,
genauer gesagt in das sich dort befindende Restaurant, in dem die Compadres bereits am Schütten waren. Unsere vier Protagonisten gesellten sich dazu. Hier gab es vor allem Pizzas zum
Abendessen. Für CK gab es jedoch Spaghetti aglio e olio mit Scampis, auf die er leider fast eine Stunde lang warten musste.
Die Stimmung im Luxemburger Block war 90 Minuten lang mal wieder recht gut. Das Spiel leider weniger. Luxemburg begann stark, verpasste es aber bei einer Riesenchance durch Dardari zu diesem
Zeitpunkt verdient in Führung zu gehen. In der Folge kamen die Slowaken besser ins Spiel und gewannen am Ende leider doch verdient mit 2-0 durch Tore von Obert und Schranz. Nach Abpfiff begaben
sich unsere drei Helden enttäuscht zurück in ihr Hotel. Deutschland hatte das Parallelspiel in Belfast 0-1 gewonnen und verteidigte somit den ersten Platz, den sie einen Spieltag zuvor mit
einem 4-0 über Luxemburg erobert hatten, während die Slowaken ihrerseits in Belfast eine 2-0-Niederlage hinnehmen mussten.
Am Dienstagmorgen begab Guy sich zum Frühstückstisch, während David und CK, die kein Frühstück mitgebucht hatten, sich in einem kleinen Supermarkt etwas zu Essen holten. Anschließend
checkten die drei Jungs aus dem Hotel aus. Pit hatte das Hotel bereits früher verlassen. Nach einer Besichtigung der hiesigen Synagoge ging es zum Bahnhof, wo CK drei Fahrkarten an einem
Schalter erstand.
In Bratislava angekommen, stellten unsere drei Helden verdutzt fest, dass Pit sich in demselben Zug befunden hatte. "Ich dachte, Du seist vor uns zurückgefahren" meinte CK. "Nein.
Ich habe mir noch ein wenig Trnava angesehen. Die Kirche, die Synagoge..." entgegnete Pit. Er war noch später am Bahnhof gewesen als die drei Anderen und hatte den Zug gerade noch
so eben erwischt, eine Karte bei der Zugbegleiterin lösend. So ging es zu viert zum Mittagessen in die Innenstadt. CK genoss slowakisches Gulasch.
Am Nachmittag ging es mit einem Bus nach Čunovo an die ungarische Grenze. Über einen Waldweg ging es zu einem alten Schlagbaum. Hier war ein Geocache versteckt, der nicht so einfach
zu finden war. Pit fand die Rolle mit dem Logbuch nach einiger Zeit und die Luxemburger trugen sich ein. Verwilderte Ruinen eines alten Grenzkontrollposten befanden sich in unmittelbarer
Nähe. Ein "Lost Place", was betreten und fotografiert wurde. Eigentlich wollten die vier Jungs noch weiter zum Dreiländereck Slowakei-Ungarn-Österreich. Dafür reichte die Zeit jedoch
leider nicht mehr aus. Sie mussten zurück zur Bushaltestelle, um rechtzeitig wieder in Bratislava zu sein. Pit musste dort seinen Bus zum Wiener Flughafen erwischen.
Während Pit die Heimreise antrat, begaben sich die drei Anderen am Nationalen Theater vorbei zu ihrem Hotel und checkten ein. Zu Abend aßen sie später in einem slowakischen Restaurant und
tranken noch ein paar Bier im Irish Pub. Während David sich zur Sperrstunde zurück ins Hotel begab, querten Guy und CK noch ins Euforia ein. Hierbei handelt es sich um einen Stripclub.
So lustig es dort auch vor allem im Séparée war, das Trinken der von den Mädels kostenlos bereitgestellten Slibowitz- und Wodkashots war der Gesundheit am Folgetag leider eher abträglich.
Aber dennoch ein schöner letzter Abend in Bratislava.
Am Mittwochmorgen ärgerte David sich erstmal maßlos, dass CK ein ausgemachtes Treffen verschlief und er alleine frühstücken gehen musste. Nach dem Auschecken aus dem Hotel ging es
per Taxi zum Bahnhof und von dort aus mit der Bahn nach Wien. CK war richtig übel und trank einen ganzen Tag erstmal keinen Alkohol mehr. Guy hatte in Wien ein Hotel am Hauptbahnhof
gebucht, während David und CK ein Appartement in unmittelbarer Nähe gebucht hatten. In einem Stüberl an einer Kreuzung wurde eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen. Für CK gab es erstmal
nur eine Frittatensuppe, an diesem Tag die Tagessuppe im besagten Stüberl. In demselben wurden überdies ein paar Worte mit einem sympathischen Rentner gewechselt.
Nachmittags ging es per U-Bahn (Tageskarte: 8 Euro) in die Innenstadt zum Stephansdom. Es folgten der Besuch eines Comicladens, im Bärenland wurden Fruchtgummis eingekauft und das HardRockCafé
wurde besucht. Hier gab es für CK nur einen Eistee. Zu Abend wurde in einem griechischen Restaurant namens Achilleus gegessen. CK genehmigte sich den Klassiker: Gyros mit Tsatsiki und Pommes.
Da alle ziemlich müde waren, ging es an diesem Tag frühzeitig ins Bett.
Am Donnerstagmorgen frühstückten David und CK im Stüberl. Zwei Semmeln, zwei Scheiben Käse, drei Scheiben Schinken, Butter, ein Ei und schwarzer Tee für nur 6,40 Euro. Im Anschluss
ging es zusammen mit Guy per U-Bahn nach Schönbrunn. Unsere Protagonisten besichtigten das Schloss (allerdings nur von außen), den großen Tiergarten mit sehr vielen Tieren (siehe Fotos
auf Facebook), den Schlossgarten mit dem Neptunbrunnen, der Gloriette, dem Obeliskbrunnen, der Römischen Ruine, dem Engelsbrunnen, den Nejadbrunnen...
Am frühen Abend ging es in den Prater, wo noch eine Runde mit dem legendären Riesenrad gedreht wurde. Zu Fuß ging es zu einem Restaurant namens Meierei, was David für 19 Uhr reserviert hatte.
Angeblich ein Edelrestaurant, wo man 50 Euro/Person Strafe zahlen muss, wenn man eine Reservierung nicht wahrnimmt. Am vermeintlichen Restaurant angekommen, stellte David jedoch fest,
dass CK die falsche Meierei auf Google Maps sich angesehen hatte. Das Problem wurde jedoch schnell gelöst. CK orderte ein Uber und eine Viertelstunde später wurde dank Abdullah aus dem Jemen
die richtige Meierei am Stadtpark erreicht. Hier bestellte CK Wiener Schnitzel mit Kartoffel-Endivien-Salat. Zum Trinken gab es für Guy und ihn einen leckeren Blaufränkischen Rotwein. Nach
diesem exquisiten Abendessen ging es mit der U-Bahn zurück zum Hauptbahnhof.
Am Freitagmorgen ging es mit einem Taxi zum Wiener Flughafen. Mit zwei Flügen ging es über Frankfurt heim in den Zwergenstaat. So endete eine leider wieder mal punktelose Auswärtsfahrt.
Doch die Nächste folgt dennoch bereits wieder im November, wenn es zum dritten Mal nach Belfast geht. Bis dahin allen Lesern alles Gute!, gez. euer CK.