25.-29.03.2026. DIE FAHRT NACH MALTA

Nach einem Mittagessen beim Oberweis flogen Kevin P, David B. und CK am Mittwochnachmittag über Zürich nach Malta. Gegen acht Uhr wurde die Insel erreicht. Kevin D. befand sich auf dem gleichen Flug, doch seine Zieladresse lag nicht in der Nähe des Zieles unserer Protogonisten und so wurde er an der Gepäckausgabe "zurückgelassen". Mit einem Taxi ging es zu dritt zu einem im Vorfeld der Reise gebuchten Airbnb in Sliema. Dies sollte das einzige Mal bleiben, dass ein "klassisches" Taxi auf dieser Reise gebucht werden sollte. Der öffentliche Verkehr wurde seinerseits nicht genutzt. Jener soll auf Malta zwar recht gut organisiert sein, doch zogen unsere Helden es der Flexibilität und der Zeitersparnis wegen fünf Tage lang vor, Bolt zu nutzen. Mit einem hinterlegten Schlüssel wurde die Eingangstür aufgesperrt und es ging eine schmale Treppe hoch zum zweiten Stock. Das gebuchte Appartement auf dieser Etage war sauber und alle drei Jungs hatten ein eigenes Schlafzimmer. Das Badezimmer mit Dusche und Klo teilten sie sich jedoch.

Zum Abendessen ging es in ein Restaurant am Meer. CK genehmigte sich Kaninchen mit Bratkartoffeln, eine maltesische Spezialität. Dazu trank er ein Guinness, leider nur aus der Dose. Nach dem Abendmahl ging es trotz Dunkelheit zu Fuß ein wenig an der Promenade entlang, bevor es durch Wohnviertel zurück zur Wohnung ging.

Am Donnerstag ging es nach einem Frühstück in einem Café zum Abfahrtsort der Fähre von Sliema nach Valletta. Hier gesellte sich Paul K. zu unserer Reisegruppe. Auf der anderen Seite angekommen, ging es zu Fuß zum Tritonenbrunnen. Hier trafen sie auf die "Deutschen": Domi, dessen Frau, Stan und Melanie. Ein paar erste Reiseinfos wurden ausgetauscht. Während Domi und seine Frau ihr eigenes Programm in der Folge abspulten, begaben sich die anderen sechs zusammen in ein Restaurant vor der Nationalbibliothek. Auf dem Weg dorthin kamen sie am maltesischen Parlament und an einem Denkmal zum Gedenken an die große (osmanische) Belagerung 1565 vorbei. Fotos? Siehe Facebook. Für CK gab es zu Mittag einen gemischten Salat. Dazu leckeres Bier. Es wurde viel zusammen gelabert, hauptsächlich über Fußball, und lauthals über so manche Anekdoten gelacht.

Nach dem Mittagessen wurde der Großmeisterpalast besichtigt. Hier gab es viel zu bestaunen: opulent eingerichtete Räume, wunderschöne Deckenmalereien, alte Rüstungen, eine riesengroße Sammlung an Waffen verschiedener Nationen, alte Gemälde (u.a. eines von Louis XV) und Kronleuchter usw. Wie gesagt: Fotos? Siehe Facebook. Nach der Palastbesichtigung fotografierte CK das Denkmal zur Erinnerung an die Opfer des Aufstandes vom 7ten Juni 1919. An diesem Tag führten harsch gestiegene Lebenskosten zu einem von den Briten niedergeschlagenen Aufstand in der damaligen Kronkolonie, bei dem vier Menschen ums Leben kamen.

Auf dem Weg durch die Fußgängerzone fuhr plötzlich ein Wagen an CK und David vorbei und ein Mann sang "Zwou Boulen Mokka" durch ein geöffnetes Fenster, als er die Luxemburger erblickte, die an ihrer Fanmontur gut zu erkennen waren. In einer Nebenstraße hielt der Wagen und ein Mann entstieg und kam den Fans entgegen. Zur Überraschung aller handelte es sich um einen maltesischen Sänger, der jedoch in sehr vielen Sprachen bereits Lieder gesungen hat und tatsächlich Faustis Song kannte. Er wusste sogar, dass Fausti inzwischen gestorben war. Der Mann stellte sich als Benny von "Benny und Tonia" vor. Besagtes Duo hat den auf youtube zu findenden Fansong "Forza Malta" geschrieben. Angeblich sollte er am Abend vor dem Spiel im Stadion auftreten. Dies war jedoch entweder ein Missverständnis oder sein Auftritt wurde abgesagt, denn im Stadion gab es keinen Liveaufritt des Duos. Vielleichte meinte er aber auch nur, dass der Song im Stadion gespielt werden würde, ähnlich wie "Roude Léiw" von Cool Feet in Luxemburg. Das mag durchaus der Fall gewesen sein.

Noch vor sechszehn Uhr ging es recht früh in einem Van von Bolt zum Stadion in Ta'Qali. Das Nationalstadion Maltas hat eine Kapazität von 16 997 Zuschauern, an diesem Abend sollten 9 467 dem Aufeinandertreffen zwischen den rot gekleideten Hausherren und den weiß gekleideten Gästen aus Luxemburg beiwohnen. Darunter ca. 300 Gästefans. Unsere Helden waren mit die ersten im noch leeren Stadionrund, doch nach und nach kamen mehr Zuschauer. Darunter viele bekannte Gesichter: Philip M., Gigo L., OJ, Chris B., Hubert und seine Frau, Toto und Pit, so einige Compadres und M-Blocker usw. Es gab Vollbier im Stadion und David gab gleich eine erste Runde aus.

Zum Spiel: Luxemburg hatte mehr Ballbesitz, wusste damit jedoch leider oft wenig anzufangen. Die besseren Chancen, gerade in der ersten Halbzeit, hatte eigentlich eher Malta, doch Anthony Moris hielt seinen Kasten sauber. Kurz nach Wiederanpfiff gelang Vincent Thill nach schöner Vorlage von Florian Bohnert das 0-1. Moris musste leider verletzungsbedingt ausgewechselt werden und Tiago Pereira übernahm für ihn. Auch gegen Tiago gelang den Maltesern gottseidank kein Tor. In der letzten Minute des Spiels gab es nochmal Eckball für Luxemburg, genau auf Höhe des Auswärtsblocks. Mathias Olesen trat an und verwandelte den Eckball direkt. Der Luxemburger Block explodierte, so manche Menschen in den unteren Reihen bekamen Bierduschen ab. CK und seine Freunde standen jedoch weiter oben. Der etwas glückliche Auswärtssieg ist eine sehr gute Ausgangslage für das Rückspiel, doch trotz allem immer noch nur die halbe Miete. Toto und Paul warnten beide davor, den Kampf um den Klassenerhalt in Liga C bereits als gewonnen anzusehen.

Zum Support: der Block der maltesischen Fans war nicht schlecht gefüllt und mitunter wurden die Mannen richtig laut. Der Gästeblock seinerseits hatte ordentlich Block und lieferte tollen Support ab. Die Tore wurden frenetisch bejubelt und gefeiert. Nach Spielende wurde die Mannschaft gefeiert. Als die Spieler in die Kabine entschwunden waren, kam Verbandspräsident Paul Philipp, der sich erst auf dem Rasen vor dem Auswärtsblock feiern ließ, im Anschluss jedoch denselben betrat und von vielen umarmt und zum Fotomodell zweckentfremdet wurde.

Mit einem Van von Bolt ging es für Melanie, Stan, Kevin, David, Guy und CK nach Abpfiff und einer etwas längeren Wartepause zurück in die Innenstadt. In einem Restaurant in Valletta bestellte CK eine Pepperonipizza und trank Rotwein mit Guy. Stan genehmigte sich ein halbes Hähnchen, welches ohne Witz so riesig war, dass er es nicht ganz schaffte. Der Abend klang lustig aus. Irgendwann fuhren Melanie und Stan zurück in ihr Quartier im Norden der Insel, Guy nahm sich ein Taxi zu seinem Hotel und die anderen drei fuhren mit einem Bolt zurück in ihr Appartement.

Am Freitag gab es für Kevin und CK ein wunderbares englisches Frühstück, bevor die beiden sowie David sich mit Guy B. und Paul K. am Hafen in Nähe des Abfahrortes der Fähre nach Valletta trafen. Hier begannen die Touren der Hop on/Hop off-Busse. Zu fünft ging es auf die Südtour, da Guy die Nordtour bereits zwei Tage zuvor hinter sich gebracht hatte. Die Südtour kam an einigen Kirchen und Monumenten vorbei, darunter die große Glocke, die den Opfern der Belagerung im zweiten Weltkrieg gedenkt und jeden Mittag läutet, sowie das Unabhängigkeitsdenkmal. An zwei Stationen stiegen unsere Helden aus: in dem schönen Fischerstädtchen Marsaxlokk (in dem zu Mittag gegessen und ein erstes Bier getrunken wurde) sowie am Meer in Nähe der blauen Grotte, wo einige Fotos der Küstenlandschaft und den Klippen geschossen wurden. Leider war es viel zu windig für eine Bootstour. Etwas, was CK am Ende der Reise bedauern sollte, schließlich gelten Bootstouren doch als die Hauptattraktionen Maltas.

Nach Ende der Bustour ging es für Paul zurück in sein Hotel, für die Anderen ins Vergnügungsviertel, in dem sich Guys Hotel direkt neben Nachtclubs befand. In einem Irish Pub wurde über Gott und die Welt geredet...und natürlich Bier getrunken. Zum Abendessen ging es zu viert in ein etwas nobleres Restaurant. CK genehmigte sich einen Graubarsch alla livornese. Guy und er hatten an diesem Tag Geburtstag: CK wurde 46, Guy 55 Jahre alt. Dem Anlass entsprechend wurde eine gute Flasche Weißwein zu zweit vertilgt. Die anderen beiden Helden wurden derweil eingeladen. So klang der Abend schön gemütlich aus.

Am Samstag fuhren Kevin, David und CK mit einem Bolt nach Mdina in die alte, auf einem Hügel gelegene Hauptstadt, auch Stille Stadt genannt, da hier keine Autos verkehren durften, wohl aber Fiaker. Sie besuchten den Dungeon (in dem grausame Foltermethoden mit Figuren dargestellt wurden), die Ausstellung "Knights of Malta", sahen sich einen Film über die Geschichte der Insel in einem Kino an und speisten zwischendurch zu Mittag. Für CK gab es einen Salat Caprese. In Mdina wurden Szenen für "Game of Thrones" gedreht, u.a. Lady Starks Ankunft in King's Landing. Die Sicht vom Hügel herab war atemberaubend.

Nachmittags genossen unsere drei Protagonisten die Sonne am Meer in Sliema und schossen Panoramafotos, bevor es auf ein Bier auf der Seepromenade ging. Unterwegs verfolgten die Fußballfans auf Davids Handy die zweite Hälfte des Halbfinales Regensburg-1860 im Bayernpokal. Durch ein geiles Tor von Sigurd Haugen gewannen die Münchner recht glücklich mit 0-1 und spielen somit am 23ten Mai in Würzburg gegen die heimischen Kickers um den Titel. Nach einem kurzen Aufenthalt im Airbnb ging es abends zum letzten Mal in ein maltesisches Restaurant namens "Barracuda". CK genoss leckere Linguine Carbonara. David hatte Fansachen von Luxemburg an und so sprach irgendwann ein Mann mittleren Alters die drei Auswärtsfahrer auf luxemburgisch an. Er gab zu Protokoll, auf Malta zu leben und für die Delegation der FLF zuständig gewesen zu sein. Angeblich hat Paul Philipp vor dem Spiel im Barracuda gegessen und vorgeglüht. Tja, die Welt ist klein... Nach dem Abendessen im Barracuda ging es noch auf ein letztes Bier in eine Rockkneipe um die Ecke. Hier hingen viele Schals diverser Fußballvereine, darunter auch so einige deutsche (bspw. HSV, Werder, Hoffenheim...) So endete der letzte Abend auf der historischen Insel.

Am Sonntag verließen unsere drei Helden das Airbnb (den Schlüssel hinterließen sie auf dem Frühstückstisch) und fuhren mit einem Bolt zum Flughafen. Über Frankfurt ging es an diesem Tag heim nach Luxemburg. Unterwegs wurden die Spiele der Ehrenpromotion und der Ersten Division auf FuPa verfolgt: Beggen (zuhause gegen Wëntger) und Fola (in Berburg) sollten ihre Spiele gewinnen, Belvaux unterlag jedoch leider mit 5-3 in Lorentzweiler. Am Findel angekommen, ging es mit einer Navette zum Parkplatz M, wo Kevin seinen Wagen abgestellt hatte. In demselben ging es nach Tétange. Dort wurde David abgeliefert, Kevin und CK fuhren noch zu einem Abendessen ins Terres Rouges. So endete der erste Streich und wie es in "Max und Moritz" so schön heißt: der zweite folgt sogleich. Am Dienstag, dem 31.03. im Rückspiel gegen Malta gelang Luxemburg ein zweiter Sieg. 3-0 hieß es am Ende durch Tore von Thill, Sinani und Moreira. Dank dieses Klassenerhaltes geht es im Herbst in Liga C gegen Bulgarien, Island und Estland weiter. Bis dahin: allen Lesern alles Gute!, gez. euer CK.

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